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Adelsexperte: Reserve-Royals hatten es schon immer schwierig

Prinz Harry feiert das fünfjährige Bestehen der Invictus Games 
10. Januar 2020 - 19:29 Uhr / Antonia Erdtmann

Die Rolle eines Thronfolgers ist klar: der wird - wenn alles nach Plan läuft - eines Tages König(in) des Landes. Die Rolle des zweiten Kindes eines (späteren) Monarchen - wird oft scherzhaft „The spare to the heir“ (Erbenersatz) genannt - ist allerdings unklarer.

Aus den Königshäusern dieser Welt ist bekannt, dass Erstgeborene wie Prinz William (37), Prinzessin Victoria von Schweden (42) oder auch Prinzessin Amalia (16) der Niederlande eines Tages den Thron besteigen werden.

Zweitgeborene wie Prinz Harry (35) oder Prinz Carl Philip (40) werden nicht für den Thron in Betracht gezogen. Immer öfter werden in den verschiedensten Königshäusern Maßnahmen ergriffen, um den Geschwistern der Thronfolger eine eigene Zukunft mit royalen Aufgaben und Pflichten zu bieten. Das ist in Großbritannien derzeit anders, daher stellt sich die Frage, wie Harry und Meghan in Zukunft leben werden. 

Es sieht so aus, als ob die beiden ihren Namen kommerziell benutzen möchten, jedoch mehr im Schatten leben wollen, meint der niederländische Royalty-Journalist Rick Evers gegenüber den „RTL-Nachrichten“.

Prinz Harry und Herzogin Meghans Unabhängigkeit: Wie funktioniert das?

Wie Harry und Meghan sich das vorstellen, finanziell unabhängig zu sein - auch wenn sie selbst Geld haben - ist unklar. Gerade kommerzielle Arbeit, bei der der Titel öffentlich benutzt wird, wird in den meisten Königshäusern nicht akzeptiert. So stellen sich Harry und Meghan ihr Leben aber wohl vor, wie aus ihrem Statement hervorgeht.

Die schwedische Königsfamilie an Prinzessin Victorias Geburtstag

Kommerzielle Aktivitäten darf man machen, aber nicht vermischt mit königlichen Aktivitäten und Titeln, meint Adelsexperte Rick Evers weiter. So benutzen die Mitglieder der niederländischen Königsfamilie, auch diejenigen mit Thronrechten, in derartigen Fällen den Familiennamen Van Oranje, und in Schweden Bernadotte.

Im Gegensatz zu Prinz Harry bekommen diese Royals auch selten eine Apanage vom Staat, sondern höchstens einen Beitrag, wenn sie mal für das Königshaus unterwegs sind.

Prinz Harry und Herzogin Meghan gehen eigenen Weg  

Auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass Prinz Harry einmal den britischen Thron regiert, kommt der cktritt von Harry und Herzogin Meghan (38) als Senior-Royals überraschend. Über Instagram schrieben der Herzog und die Herzogin von Sussex: „Wir werden nicht länger Senior-Mitglieder der Königsfamilie sein und uns finanziell unabhängig machen. Trotzdem werden wir Ihre Majestät, die Königin, weiterhin unterstützen.“ 

Herzogin Meghan und Prinz Harry in Bo Kaap, Kapstadt, am zweiten Tag der Afrika-Tour

Doch so leicht wie sich Prinz Harry und Herzogin Meghan ihren Rückzug vorstellen, funktioniert es nicht. Das sagt auch Königin Elisabeth II. (93) in einem Statement, das „People“ vorlag. „Wir verstehen ihren Wunsch, einen anderen Ansatz zu verfolgen, aber dies sind komplizierte Angelegenheiten, deren Bearbeitung einige Zeit in Anspruch nehmen wird“, heißt es aus dem Büro der Queen im Buckingham Palast.