Hohe Gagen, Werbedeals und jahrzehntelange TV-Präsenz lassen schnell vermuten, dass deutsche Promis im Alter finanziell bestens abgesichert sind. Bei der gesetzlichen Rente zeigt sich jedoch oft ein anderes Bild. Gerade viele Entertainer, Moderatoren und Musiker arbeiteten über Jahre freiberuflich und zahlten deshalb nur wenig oder gar nicht in die Rentenkasse ein. Das betrifft nicht nur kleinere Namen, sondern auch große Gesichter des deutschen Fernsehens. Zwischen sehr kleinen Beträgen und etwas solideren Ansprüchen liegen teils nur wenige Versicherungsjahre oder frühe Angestelltenverhältnisse.

Harald Schmidt nennt 272 Euro aus 15 Beitragsjahren

Entertainer Harald Schmidt erklärte, dass er wegen seiner Freiberuflichkeit nur 15 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt habe. Daraus ergeben sich bei ihm 272 Euro gesetzliche Rente. „Die kassier' ich auch knallhart, ich hab ja einbezahlt, das steht mir zu“, sagte Harald Schmidt laut Focus.

Verdient habe er damals als Kirchenorganist. In einem weiteren Bericht ist zudem von zusätzlichen Bezügen aus der bayerischen Versorgungskammer die Rede, wodurch er brutto auf rund 1100 Euro komme. Schmidt macht zugleich deutlich, dass er weiterarbeitet und seine Altersvorsorge nicht allein auf die gesetzliche Zahlung stützt.

Jürgen Drews und Jan Böhmermann liegen bei rund 200 Euro

Auch Schlagersänger Jürgen Drews muss bei der staatlichen Rente mit einer eher kleinen Summe planen. Nach eigenen Angaben sind es 200 Euro im Monat, wovon man höchstens „einmal schön essen gehen“ könne. Finanzielle Not sieht er für sich dennoch nicht, weil er nach eigener Aussage vorgesorgt und Geld angelegt habe.

Noch knapper fällt es bei Moderator Jan Böhmermann aus, der laut Rentenbescheid auf 170 Euro kommen soll. Nadja Abd el Farrag (†60) lag zu Lebzeiten ebenfalls bei 200 Euro. Sie sprach offen darüber, zeitweise ohne Job gewesen zu sein und von Erspartem zu leben.

Thomas Gottschalk und Heino kommen auf höhere Beträge

Es gibt aber auch Stars, deren Rentenansprüche etwas höher ausfallen. Thomas Gottschalk erhält monatlich 915,79 Euro. Der Grund liegt auch in seiner frühen Tätigkeit als Redakteur beim Bayerischen Rundfunk. „Ich kriege einen knappen Tausender. Immerhin war ich Redakteur beim Bayerischen Rundfunk“, so Thomas Gottschalk laut t-online.de.

Noch mehr bekommt Sänger Heino, dessen monatliche Rente bei 1625 Euro liegen soll. Diese Ansprüche gehen auf seine Zeit als Bäcker und Konditor in den 50er-Jahren zurück. Beide Fälle zeigen, wie stark feste Anstellungen den späteren Anspruch beeinflussen können.

Kader Loth, Angelika Kallwass und Katrin Sass mahnen zur Vorsorge

Wie groß die Sorge vor Altersarmut sein kann, zeigt Reality-TV-Star Kader Loth. Ihr letzter Rentenbescheid lag zunächst bei 280 Euro, später bei 400 Euro monatlich. Sie sprach offen über Angst vor dem Alter und darüber, sich zu spät um Vorsorge gekümmert zu haben.

Angelika Kallwass nannte 380 Euro im Monat und formulierte einen klaren Rat: „Zahlt ruhig in die Rente ein. Es lohnt sich irgendwann“, sagte Angelika Kallwass laut Focus.

Katrin Sass kommt auf knapp 800 Euro, Hannes Jaenicke auf 600. Oliver Pocher rechnete mit 300 bis 400 Euro, was das Muster bei vielen Freiberuflern bestätigt.