• „Unsere kleine Farm“ endete 1984
  • In der letzten Folge wurde „Walnut Grove in die Luft gesprengt
  • Das war die Idee von Michael Landon

Lange ist es her, seit „Unsere kleine Farm“ gedreht wurde. Von 1974 bis 1984 lief die US-amerikanische Fernsehserie, die bis heute bei vielen Kindheitserinnerungen hervorruft. Der Lebensmittelpunkt der Familie „Ingalls“ ist die Farm in „Walnut Grove“, ein Städtchen in Minnesota.

Die Dreharbeiten fanden aber auf der Filmkulisse Big Sky Movie Ranch im Süden von Kalifornien statt. Das Filmset wurde zuvor auch für „Bonanza“ verwendet. Die Darsteller von „Unsere kleine Farm“ standen fast zehn Jahre lang dort vor der Kamera. 

„Unsere kleine Farm“: Michael Landon wollte die Kulisse bewusst zerstören

Warum kam dann Michael Landon auf die Idee, die „Unsere kleine Farm“-Kulisse zu zerstören? Er wollte nicht, dass irgendwer jemals einen schlechten Film auf dem bekannten Set dreht, deswegen pochte er auf die Zerstörung der Filmstadt. Kaum zu glauben: Michael Landon ging in „A&E Biography“ noch mehr auf den Grund ein, warum er „Walnut Grove“ in die Luft sprengen ließ.

„Ich wollte die ganze Stadt zerstören, was ich auch tat. Jeder brauchte die Katharsis in dieser Show. Wir waren für neun Jahre zusammen und darum haben wir es in die Luft gejagt. Das und die Tatsache, dass ich nicht wollte, dass irgendjemand in 'Walnut Grove' einen Schundfilm dreht, weil ich diese Stadt mag“, Michael Landon zu „A&E Biography“.

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Michael Landons Grab steht im Hillside Memorial Park Cemetery in Kalifornien

Einige der Darsteller, wie Melissa Gilbert, sind auf der Farm groß geworden. Sie war nämlich erst 10 Jahre alt, als sie für die Serie vor der Kamera stand. Das Ende von „Unsere kleine Farm“ war deshalb nicht nur für das Publikum eine emotionale Angelegenheit, sondern auch für die Schauspieler.

Man könnte sagen, dass Michael Landon mit der Zerstörung der Filmkulisse auch ein symbolisches Ende für diese Zeit setzte. Als „Charles Ingalls“ ist er aber bis heute bekannt geblieben. Zehn Staffeln lang war „Unsere kleine Farm“ für viele ein Highlight im TV-Programm. Der Drehort befand sich in Kalifornien – auch wenn die Geschichten der „Ingalls“ ihren Ursprung im Norden der USA haben.

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Obwohl das Set der Serie so nicht mehr existiert, gibt es den Drehort im Simi Valley noch immer. Die Big Sky Movie Ranch dient nämlich bis heute vielen Film- und TV-Produktionen als Kulisse. Unter anderem fanden hier bereits Dreharbeiten für „Bonanza“, „Dallas“, „Zurück in die Zukunft“ oder „Transformers“ statt.

„Walnut Grove“ wurde aufgegeben und in der letzten Folge von „Unsere kleine Farm“ komplett zerstört, denn in der Serie stellte der Bürgermeister die Bewohner vor folgende Wahl. Entweder sie arbeiten für ihn oder sie müssen die Stadt verlassen. Anstatt zu kämpfen, zerstörten die Bürger den Ort und verließen die Stadt, um ein neues Leben woanders zu beginnen.

Ein solches Ende der Serie hatte wohl keiner vorhergesehen. Auch ohne „Walnut Grove“ bleiben die Erinnerungen an die Serie, die Darsteller und die Farm.