Drei Jahre nach dem Tod von Matthew Perry ist am 27. Oktober die dreiteilige Netflix-Dokumentation „The One About Matthew Perry“ erschienen. Darin sprechen Angehörige und Wegbegleiter über den Schauspieler, der als Chandler Bing in „Friends“ weltberühmt wurde. Auffällig ist dabei vor allem, wer nicht zu sehen ist: Jennifer Aniston, Courteney Cox, Lisa Kudrow, Matt LeBlanc und David Schwimmer fehlen komplett. Regisseurin Mary Robertson sagte laut The Independent: „Wir wissen, dass die ‚Friends‘-Besetzung Matthew liebt und um Matthew trauert. Wir haben sie wegen einer Mitwirkung angefragt. Sie haben sich entschieden, nicht teilzunehmen.“

Mary Robertson nennt die Absagen der Hauptdarsteller

Die Regisseurin zeigte Verständnis für diese Entscheidung und verwies darauf, dass Trauer sehr unterschiedlich verarbeitet werde. Statt der fünf Hauptdarsteller kommen in der Produktion andere Menschen aus Perrys Umfeld zu Wort, darunter Beteiligte aus der frühen „Friends“-Phase.

Robertson berichtete, dass auch Warren Littlefield in der Doku auftritt. Er gehörte zu den Verantwortlichen, die „Friends“ damals auf den Weg brachten, und schildert den Moment von Perrys Vorsprechen für Chandler. Dabei geht es um den Eindruck, den der Schauspieler schon damals im Raum hinterließ.

Jennifer Aniston soll den Verlust nicht neu durchleben wollen

Nach Angaben von Bild wollte Jennifer Aniston den schmerzhaften Verlust nicht noch einmal vor laufenden Kameras durchleben. Dem Bericht zufolge gilt das auch für die anderen vier verbliebenen Hauptdarsteller, die ihren Schmerz nicht öffentlich teilen wollten.

Die enge Verbindung der Gruppe war bereits bei Perrys Beerdigung sichtbar. Dort kamen Aniston, Cox, Kudrow, LeBlanc und Schwimmer gemeinsam zur Trauerfeier. Sie verabschiedeten sich von dem Kollegen, mit dem sie zehn Jahre lang vor der Kamera standen und mit dem sie eine der erfolgreichsten Sitcoms der Fernsehgeschichte prägten.

Mia Perry Bowick erinnert an Chandlers Liebesgeschichte

Eine wichtige Rolle in der Dokumentation übernimmt Perrys jüngere Schwester Mia Perry Bowick. Sie spricht darüber, wie sehr sich ihr Bruder über die Entwicklung seiner Serienfigur freute, als Chandler mit Monica zusammenkam.

Nach ihrer Darstellung stand bei „Friends“ oft die Geschichte von Rachel und Ross im Mittelpunkt. Für Perry sei die Beziehung zu Monica deshalb auch beruflich wichtig gewesen, weil seine Figur dadurch neue Seiten zeigen konnte. Chandler war nicht mehr nur für komische Szenen da, sondern bekam auch romantische und verletzliche Momente.

Matthew Perry starb 2023 im Alter von 54 Jahren

Matthew Perry starb 2023 im Alter von 54 Jahren. Als Todesursache wurden die akuten Auswirkungen von Ketamin in Verbindung mit Ertrinken festgestellt. Die neue Dokumentation verbindet damit zwei Ebenen: Perrys Karriere in einer der größten TV-Serien der 90er und 2000er Jahre sowie seinen langen Kampf gegen die Sucht.

Dass seine engsten Serienkollegen fehlen, ändert nichts daran, dass die Produktion stark auf persönliche Erinnerungen setzt. Vor allem die Beiträge seiner Schwester geben dem Blick auf sein Leben einen familiären Rahmen.

Quellen: Bild, The Independent, prisma, KI-unterstützt