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5. März 2018 - 09:56 Uhr / Lisa Klugmayer
Hollywood sagt Sexismus den Kampf an

Oscars 2018: So viel #Metoo steckte in der Preisverleihung

Oscars 2018, Jimmy Kimmel, Jimmy Kimmel Monolog

Jimmy Kimmel moderiert die Oscars 2018

Die Oscars 2018 gingen gestern in Los Angeles über die Bühne. Neben den schauspielerischen Leistungen der Nominierten stand vor allem die „#metoo“-Bewegung im Vordergrund. 

Die ganze Welt hat gestern ins Dolby Theater in Los Angeles geblickt. Dort wurden zum 90. Mal die Oscars vergeben und ähnlich wie bei den Golden Globes oder den Bafta Awards in London standen auch die Academy Awards 2018 im Zeichen der „#metoo“-Bewegung

Oscars 2018: Jimmy Kimmels Monolog 

Gleich zu Beginn der Zeremonie machte Jimmy Kimmel (50) klar, dass die diesjährigen Oscars im Zeichen des Feminismus und der Gleichberechtigung stehen. Im Vorfeld gab es Kritik an Kimmel, denn ein Mann könne die Probleme von „Metoo“ nicht auf den Punkt bringen, hieß es.

Aber er hat bewiesen, dass er es doch kann. In seinem Monolog lobte er die Schauspieler und Schauspielerinnen in Publikum für ihre Leistungen und stellt fest, dass der Oscar auch nach 90 Jahren noch der wichtigste Filmpreis der Welt ist und dass habe auch seinen Grund: 

„Er [die Oscar-Statue] lässt seine Hände, wo man sie sehen kann und hat keinen Penis. Solche Männer brauchen wir mehr in Hollywood“, so Jimmy Kimmel. 

Jimmy Kimmel Oscars, Oscars 2018

Jimmy Kimmel moderiert die Oscars 2018

Oscars 2018: Casey Affleck fehlte 

Auffällig war auch die Abwesenheit von Casey Affleck (42). Bei den Oscars ist es nämlich Tradition, dass der Beste Hauptdarsteller des vergangenen Jahres den Preis für die Beste Hauptdarstellerin überreicht.

In diesem Jahr wäre dies Casey Affleck gewesen. Doch dieser kündigte schon im Vorhinein an, nicht an den Festivitäten teilzunehmen. Vor acht Jahren hat sich Casey Affleck außergerichtlich mit zwei Frauen geeinigt, die ihm sexuelle Belästigung vorgeworfen hatten.

Vor einem Jahr hat das bei den Oscars aber scheinbar kaum jemanden interessiert und für seinen Gewinn gab es kaum Kritik. Ersetzt wurde er von zwei Frauen: Jodie Foster (55) und Jennifer Lawrence (27). 

Casey Affleck: Bester Hauptdarsteller Oscars 2017

Casey Affleck: Bester Hauptdarsteller Oscars 2017

Oscars 2018: Mehr nominierte Frauen 

Greta Gerwing (34) und Rachel Morrison (39) setzten beiden mit ihren Nominierungen ein wichtiges Zeichen. Greta Gerwing war als einzige Frau in der Kategorie Beste Regie nominiert.

Emma Stone (29), die die Laudatio hielt, konnte sich hier einen Seitenhieb nicht verkneifen. Mit den Worten diese vier Männer und Greta Gerwig sind nominiert“, kündigte sie die Nominierte an.

Rachel Morrison wurde als erste Frau in der Geschichte der Academy Awards in der Kategorie Beste Kamera nominiert.

Auch wenn beide keinen Oscar mit nach Hause nehmen konnten, war die Nominierung allein ein wichtiges Zeichen.