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„Leaving Neverland“: Die Widersprüche in den Aussagen von Wade Robson

Wade Robson behauptet, Michael Jackson habe ihn sexuell missbraucht
6. April 2019 - 17:31 Uhr / Nadine Miller

„Leaving Neverland“ ist die Dokumentation, über die gerade am intensivsten auf der gesamten Welt gesprochen wird. Viele diskutieren über die Doku, in der die beiden Männer James Safechuck und Wade Robson behaupten, dass Michael Jackson sie als Kinder missbrauchte. Dabei sagte Wade Robson Jahre zuvor noch etwas ganz anderes über den King of Pop.

Die Dokumentation „Leaving Neverland“ sorgt derzeit für Gesprächsstoff. Darin behaupten die beiden Männer James Safechuck (40) und Wade Robson (36), dass Michael Jackson sie als Kinder sexuell missbraucht habe. Die „Leaving Neverland“-Ausstrahlung ist am Samstag, den 06. April 2019 in der Prime Time auf ProSieben.

„Er war einer der gütigsten, sanftesten, liebevollsten Menschen, die ich kannte“, sagt Wade Robson in „Leaving Neverland“ über sein ehemaliges Idol Michael Jackson. „Und er hat mich über sieben Jahre sexuell missbraucht.“ 

Doch die Aussagen gelten als mehr als umstritten. Schließlich sagte Wade Robson 14 Jahre zuvor in dem Gerichtsverfahren für Michael Jackson aus, nun behauptet er jedoch genau das Gegenteil.

Wade Robson hielt vor seinen Anschuldigungen zum King of Pop

Wade Robson behauptet, der sexuelle Missbrauch habe bereits mit sieben Jahren begonnen und dauerte an, bis er 14 Jahre alt war. Kennengelernt hatte er den King of Pop, nachdem er einen Tanzwettbewerb gewonnen hatte. Michael Jackson nahm ihn anschließend mit auf Konzerte, ließ ihn backstage zusehen.

Von Michael Jackson bedroht, soll er 2005 aus Angst gelogen haben, als Michael Jacksons Fall wegen Kindesmissbrauchs vor Gericht landete. Erst nach Jacksons Tod 2009 – und nachdem er selbst Vater geworden war – enthüllte er schließlich die Wahrheit. Robson bleibt bei „Leaving Neverland“ bei seinen Anschuldigungen, obwohl er sich Jahre zuvor positiv für den Sänger ausgesprochen hatte.

„Leaving Neverland“: James Safechuck wurde 2005 nicht als Opfer genannt

Für James „Jimmi“ Safechuck ist „Leaving Neverland“ das erste Mal, dass er über die Vorwürfe spricht. Er lernte den Sänger im Alter von zehn Jahren kennen, als er in einem Pepsi-Werbespot neben ihm stand. Safechuck wurde auch gebeten, auf einer Tour mit Jackson als Kindertänzer aufzutreten.

Er und seine Familie kamen dem nach und flogen mit dem King of Pop um die Welt. James sagte aus, Michael habe ihn im Alter von zehn bis 14 Jahren sexuell missbraucht. Dennoch wurde er in Jacksons Missbrauchsvorfall 2005 nicht als Missbrauchsopfer genannt.

Beide Männer reichten im Jahr 2013 Anklage wegen sexuellem Missbrauch ein, doch beide wurden fallen gelassen.

Ist Jimmy Safechuck Opfer sexuellen Missbrauchs durch Michael Jackson geworden?

Michael Jackson musste sich immer wieder Missbrauchsvorwürfen stellen

Bis zu seinem Tod im Jahr 2009 hatte Michael Jackson immer wieder mit Missbrauchsvorwürfen zu kämpfen. Der erste Fall stammte aus dem Jahr 1993, als ein Vater behauptete, Michael Jackson habe sein Kind sexuell missbraucht. In einem außergerichtlichen Verfahren wurde eine Summe von 22 Millionen Euro vereinbart, von einer Anklage seitens der Familie wurde abgesehen.

Im Jahr 2003 kam es erneut zum Vorwurf: Auslöser war die im Februar des Jahres ausgestrahlte Dokumentation „Living with Michael Jackson“, in der ein Teenager erklärt, er übernachte öfters mit dem King of Pop in einem Raum. Es folgte eine Razzia auf der Neverland Ranch, doch belastendes Material wurde nie gefunden.

2005 begann dann der Gerichtsprozess: Michael Jackson plädierte in allen Fällen auf nicht schuldig. In dem Prozess sprach sich Wade Robson als Zeuge positiv für Michael Jackson aus. Am 13. Juni 2005 wurde der Sänger in allen Anklagepunkten freigesprochen. Nun kam mit „Leaving Neverland“ der Fall erneut ins Rollen.