Er war zweimal im Exil

Prinz Philips Vater: Das turbulente Leben von Prinz Andreas

Prinz Andreas von Griechenland und Dänemark, der Vater von Prinz Philip (in der Mitte)

Prinz Andreas, Prinz Philips Vater, führte ein Leben voller Turbulenzen. Zweimal wurde er ins Exil verbannt und war jahrelang von seiner Familie getrennt. 1944 starb er alleine in Frankreich.

Das Leben von Prinz Andreas von Griechenland und Dänemark (†64) war gezeichnet vom Krieg und politischen Aufständen. Viele Jahre verbrachte er im Exil und konnte einmal nur knapp dem Tod entrinnen.

Prinz Andreas war der Sohn des griechischen Königs Georg I. und dessen Ehefrau, der Großfürstin Olga Konstantinowna Romanowa. In der Thronfolge stand er an vierter Stelle.

In Darmstadt heiratete Prinz Andreas 1903 Prinzessin Alice von Battenberg (†84), die aus dem Geschlecht der Großherzöge von Hessen stammte. Die beiden bekamen fünf Kinder – vier Mädchen und einen Jungen. Prinz Philip († 99) kam als jüngstes Kind 1921 zur Welt.

Prinzessin Alice von Battenberg und Prinz Andreas bei ihrer Hochzeit 1903 in Darmstadt

Prinz Andreas verbrachte den Großteil seines Lebens im Exil

1914 begann der Erste Weltkrieg zu wüten und brachte die griechische Königsfamilie sogar um die Krone. Aufgrund seiner neutralen Position musste König Konstantin I., der Bruder von Prinz Andreas, abdanken und die Familie wurde ins Exil geschickt. Erst 1920 saß König Konstantin I. wieder auf dem Thron.

Danach dauerte es nicht lange, bis Prinz Andreas erneut die Heimat verlassen musste. Seit 1919 befand sich Griechenland mit der Türkei im Krieg. 1922 verlor Griechenland. Prinz Andreas sollte hingerichtet werden, doch auf Geheiß der britischen Krone wurde er verschont und mit seiner Familie erneut ins Exil verbannt.

Prinz Andreas von Griechenland und Dänemark, der Vater von Prinz Philip (in der Mitte)

Die Familie von Prinz Andreas brach im Exil auseinander

Die Familie floh nach Saint-Cloud nahe Paris und lebte in einem Cottage, das ihnen Marie Bonaparte zur Verfügung stellte. In den Jahren im Exil brach die Familie auseinander.

Alice von Battenberg, die ihre letzten Jahre als Nonne verbrachte, erlitt einen Nervenzusammenbruch und wurde in ein psychiatrisches Krankenhaus in der Schweiz eingewiesen. Prinz Philip wurde in England auf die Schule geschickt und die Töchter heirateten in angesehene deutsche Adelshäuser ein.

Prinz Andreas verkroch sich anschließend in den Süden Frankreichs, wo er in Apartments und Hotelzimmern lebte. Dort hatte er eine Geliebte namens Andrée de La Bigne. Der Prinz starb 1944 und sah seine Familie nur einmal vor seinem Tod wieder.

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