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Das Geheimnis hinter Prinz Charles' „Betrügerkrone“

Königin Elizabeth II. & Prinz Charles im Jahr 1969
17. November 2019 - 17:01 Uhr / Lisa Levkic

Der Mann, der vor 50 Jahren die historische Krone für Prinz Charles' Investitur als Thronfolger Großbritanniens anfertigte, enthüllte ein Geheimnis, das viele staunen lassen wird. Die Krone hat nämlich einen ziemlich ungewöhnlichen Schmuck eingebaut.

Die goldene Krone des berühmten Goldschmieds Louis Osman, die der damals 19-jährige Prinz Charles (71) 1969 von seiner Mutter Königin Elisabeth II. (93) aufgesetzt bekam, verbirgt ein erstaunliches Geheimnis. Dieses macht die Krone, die Charles beim Erhalt des Titels „Prinz von Wales“ bekam, unter den britischen Kronjuwelen ziemlich einzigartig. 

Prinz Charles: Probleme bei der Krönung

Da die alte Krone von Frederick, Prinz von Wales, zu zerbrechlich war, und König Edward VIII. die Fürstenkrone seines Vaters George aus 1902 ins Exil mitgenommen hatte, brauchte man für den Anlass eine Neue.

Prinz Charles' Krone

Der Goldschmied Louis Osman bekam den Auftrag, eine neue, moderne Krone zu entwerfen. Im März 1969 rief er David Mason an, der sich mit einer neuen Technik beschäftigte. Die Krone sollte aus galvanisiertem Gold angefertigt werden, was damals aber noch nicht so einfach war. 

Im Mai war die Krone fertig, aber dann passierte ein Missgeschick. Als man die Krone bei der Worshipful Company of Goldsmiths testete und stempelte, stellte sich heraus, dass das Gold so weich war, dass die ganze Krone praktisch zerfiel. Man musste neu angefangen. Als sie endlich fertig war, gab es nur noch ein technisches Problem: die Kugel an der Spitze der Krone.

Krönung von Prinz Charles: Goldschmied packt aus

Nur Tage vor der Krönung fand Mason eine Lösung, und was wurde dafür genommen? Ein Tischtennisball, der mit Gold überzogen wurde! Laut der „Daily Mail“ wusste nicht einmal Prinz Charles davon. Mason erzählte 2019 zum ersten Mal die wahre Geschichte der so genannten „Betrügerkrone“.

Ich überlegte, wie zum Teufel das zu bewerkstelligen wäre, da es noch nie jemandem gelungen war, ein dreidimensionales, galvanisch geformtes Objekt herzustellen“, erzählte er der „Daily Mail“.

Dann hatte er sich ein Tischtennisspiel im Fernsehen angeschaut und „da kam ich plötzlich zu mir - ein Tischtennisball! Wir formen einen Tischtennisball!" Und: „Erstaunlicherweise funktionierte der Prozess, aber da es danach keine Möglichkeit mehr gab, den Ball wieder rauszunehmen, mussten wir ihn einfach drin lassen. Niemand wollte natürlich derjenige sein, der Prinz Charles sagte, dass er mit einem Tischtennisball auf dem Kopf ‚gekrönt‘ wurde.“

Diese Anekdote gehört wohl zu den interessanten Fakten über das britische Königshaus.