König Harald V. von Norwegen ist am 28. August im Alter von 89 Jahren gestorben. Der Monarch saß seit 1991 auf dem Thron und galt nach dem Tod von Königin Elisabeth II. im Jahr 2022 als ältester lebender europäischer Monarch.

Mit Haralds Tod ging die Krone an seinen Sohn über, der nun als König Haakon regiert. Das Staatsbegräbnis ist für den 9. September angesetzt. Dazu werden Mitglieder europäischer Königshäuser und weitere Würdenträger in Norwegen erwartet - nur König Charles wird nicht kommen.

Prinz William vertritt König Charles in Norwegen

Prinz William wird bei der Beisetzung anstelle seines Vaters teilnehmen. Wie Hello! berichtet, reist der Prince of Wales gemeinsam mit Prinzessin Anne nach Norwegen. Charles folgt damit einer Praxis, die es auch schon unter Königin Elisabeth II. gab: Das britische Staatsoberhaupt nimmt üblicherweise nicht an Beerdigungen anderer Staatsoberhäupter teil.

Harald war für Charles ein entfernter Cousin, über die Familie von Elisabeth II. bestand eine enge verwandtschaftliche Verbindung.

Charles würdigte Harald mit Worten auf Instagram

Nach dem Tod des norwegischen Königs veröffentlichte Charles eine persönliche Erklärung. „Mit tiefster Traurigkeit haben meine Frau und ich vom Tod meines lieben Cousins, König Harald V. von Norwegen, erfahren“, so Charles.

Weiter schrieb er: „35 Jahre lang diente König Harald seinem Volk mit unerschütterlicher Hingabe und führte Norwegen mit Wärme und Bescheidenheit durch Zeiten großer Veränderungen.“ Die Worte erschienen in einem Instagram-Beitrag des britischen Königs kurz nach der Todesnachricht.

Prinzessin Anne reist als Patin von König Haakon an

Prinzessin Anne nimmt bei der Zeremonie nicht nur als Mitglied der britischen Königsfamilie teil. Sie erscheint in persönlicher Funktion als Patin von König Haakon. Diese Rolle wurde im Vorfeld der Beisetzung ausdrücklich genannt.

In Norwegen werden daneben weitere Angehörige des Königshauses erwartet, darunter Haakon, Königin Mette-Marit, Königin Sonja, Prinzessin Astrid, Kronprinzessin Ingrid und Prinz Sverre. Nach dem Tod seines Vaters hatte Haakon eine nationale Trauerzeit ausgerufen, die bis zum 9. Oktober dauern soll.

Marius Borg Høiby darf trotz Verurteilung teilnehmen

Für Diskussionen sorgt auch die Teilnahme von Marius Borg Høiby, dem Stiefenkel des verstorbenen Königs. Er wurde im Juni wegen Vergewaltigung verurteilt und hat gegen das Urteil Berufung eingelegt. Damit ist die Entscheidung rechtlich noch nicht bindend. Trotzdem erhielt er die Erlaubnis, an der Beisetzung teilzunehmen.