Zwei Wochen nach dem Finale von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ ebbt die Diskussion um Sieger Gil Ofarim nicht ab – im Gegenteil. Der 43-jährige Sänger, dessen Teilnahme wegen des Davidstern-Skandals von Beginn an massiv umstritten war, spaltet weiterhin das Publikum.

Doch inzwischen richtet sich der Ärger vieler RTL-Zuschauer nicht mehr nur gegen den frisch gekrönten Dschungelkönig, sondern auch gegen Moderatorin Sonja Zietlow. Ihre wiederholte, sehr deutliche Parteinahme für Ofarim sorgt in den sozialen Netzwerken für massiven Unmut.

Sonja Zietlow verteidigt Ofarim beim Wiedersehen

Bereits in der großen Wiedersehensshow direkt nach dem Finale stellte sich TV-Moderatorin Sonja Zietlow demonstrativ vor Gil Ofarim. Sie betonte, der Musiker sei „nicht unbedingt wegen der Story hier drin“ gewesen, sondern schon lange vor dem Skandal mehrfach als „Gil, der Sänger“ angefragt worden. Außerdem hob sie hervor, Ofarim sei im Camp „nett“ und „devot“ gewesen, habe gearbeitet und „nichts gesagt“. Ihre Worte stießen bei zahlreichen Fans auf deutliche Ablehnung.

Vorwürfe der Parteilichkeit im „Nachspiel“

Auch im später ausgestrahlten „Nachspiel“ zur Staffel blieb Sonja Zietlow bei ihrer Linie. In der Runde mit den ehemaligen Campern kritisierte die 57-Jährige, es sei „unangenehm“ gewesen, wie einige Promis Gil Ofarim nach seinem Sieg nicht beachtet hätten. Diese Bewertung ging vielen Zuschauern deutlich zu weit.

Auf der Plattform X häuften sich Kommentare wie „Sonja, lass gut sein! Dieses ständige Bemitleiden des armen Gils geht echt gar nicht mehr“ oder „Sonja ist so furchtbar parteiisch“. Weitere Nutzer schrieben, sie verstünden Zietlows Haltung „überhaupt nicht“ und unterstellten ihr, den Sänger zu sehr zu schonen. Die Enttäuschung über die langjährige Moderatorin ist in vielen Reaktionen klar spürbar.

Fans fordern Austausch der Moderatorin

Die Kritik an Sonja Zietlow geht inzwischen weit über einzelne Kommentare hinaus. Zahlreiche langjährige Zuschauer äußern, sie hätten in dieser Staffel einen Teil ihrer Sympathie für die Moderatorin verloren. „Sonja hat viel Sympathie verloren in diesem Jahr“ und „Ich dachte, da ist viel mehr Haltung“.

Manche gehen sogar so weit, einen Austausch im Moderationsduo zu fordern: „Sonja kann man auch aussortieren fürs nächste Jahr“ oder „Das ist die erste Staffel, bei der ich das Gefühl habe, dass Sonja als Moderatorin durch ist und langsam mal ersetzt werden sollte.“ Die Diskussion zeigt, wie stark sich die Debatte um Ofarim inzwischen auf das Umfeld der Show ausweitet.

Jan Köppen konfrontiert Gil Ofarim direkt

Parallel dazu geriet auch der Sender in die Kritik. RTL wurde vorgeworfen, Gil Ofarim zu positiv dargestellt und seine Aussagen im Camp nicht ausreichend eingeordnet zu haben. Beim „Nachspiel“ nutzte Moderator Jan Köppen die Bühne für eine persönliche Ansprache an den Sänger. Er erklärte, er bereue es, bestimmte Aussagen Ofarims nicht korrigiert zu haben, insbesondere die Behauptung einer Verschwiegenheitserklärung.

Ofarim räumte ein, dies sei „falsch formuliert“ gewesen, es handle sich um eine Unterlassung mit der Vereinbarung, nicht über Inhalte und Zahlungen zu sprechen. Auf die direkte Frage, ob er Zweifel an den Geschehnissen habe säen wollen, verwies er auf Müdigkeit und Hunger und bestritt jede Absicht. Zugleich betonte er, er habe „mehr zu geben und mehr zu erzählen“ als nur seinen Skandal und wolle an seine Karriere anknüpfen.