Mit DFB-Trikot und viel Vorfreude auf das erste Spiel der deutschen Mannschaft eröffnete Andrea Kiewel am Sonntag den „ZDF-Fernsehgarten“. An ihrer Seite stand Schauspieler Hans Sigl in Lederhose, passend zur sommerlichen Studio-Stimmung und zum Fußball-Thema des Tages. Schnell lenkte die Moderatorin das Gespräch auf eine private Frage mit sportlicher Note: Sigls Frau ist Deutsche, er selbst Österreicher. Damit war klar, dass es nicht nur um TV-Unterhaltung ging, sondern auch um nationale Loyalitäten, familiäre Dynamik und die Frage, wem in den kommenden Wochen die Daumen gedrückt werden.

Andrea Kiewel fragt Hans Sigl nach seiner WM-Haltung

Kiewel wollte von ihrem Co-Moderator wissen, ob die nächsten Wochen bei ihm und seiner Frau „angemessen“ geplant seien und welches Team dabei unterstützt werde. Sigl antwortete mit Humor und einer klaren Priorität: „Ich werde nicht morgens um vier oder fünf aufstehen, um Spiele anzugucken. Ich brauche meinen Schönheitsschlaf beim Drehen, sonst schaffen wir nichts“, so Hans Sigl laut Hörzu.

Danach wurde er persönlicher und machte deutlich, dass ihn die Konstellation durchaus beschäftigt. Seine knappe Erklärung zeigte, dass er sich nicht einfach nur auf eine Seite schlagen will.

Hans Sigl spricht von zwei Herzen

Der Schauspieler brachte seine Lage mit einem Satz auf den Punkt: „In meiner Brust schlagen zwei Herzen.“ Damit beschrieb er den Zwiespalt zwischen Wohn- und Arbeitsort auf der einen sowie seiner österreichischen Herkunft auf der anderen Seite.

In der Vorrunde, erklärte er, werde er Deutschland unterstützen, weil er hier lebt und arbeitet. Diese Aussage passte zur gelösten Atmosphäre im Studio, ließ aber bereits erahnen, dass die Sache bei einem direkten Duell deutlich heikler werden könnte. Genau an diesem Punkt wurde aus einem lockeren Gespräch ein kleiner Schlagabtausch.

Buhrufe nach Österreich-Bekenntnis im Publikum

Als Sigl erklärte, dass sein Herz bei einem Spiel Deutschland gegen Österreich „natürlich für Österreich schlagen“ würde, reagierte das Publikum prompt. Mit einem Grinsen legte er nach und sagte, man werde Deutschland dann „liebevoll nach Hause schicken“, wie Blick berichtet. Daraufhin waren sogar Buhrufe zu hören.

Sigl griff die Reaktion sofort auf und kommentierte gespielt empört: „Oh nein, ich habe die Südkurve gegen mich aufgebracht.“ Der Moment wirkte nicht verbissen, sondern eher wie ein kurzer Kabinenwitz auf offener Bühne, der die Stimmung im Studio zusätzlich anheizte.

Andrea Kiewel kontert mit Seitenhieb auf Deutschland

Andrea Kiewel nahm die Szene gelassen und versuchte, die Lage mit einem Schmunzeln aufzufangen. „Alles gut“, stellte sie klar und dachte direkt laut darüber nach, ob ein Duell zwischen Deutschland und Österreich bei dieser WM überhaupt möglich wäre. Tatsächlich könnten beide Teams erst ab dem Achtelfinale aufeinandertreffen.

Zum Abschluss setzte die Moderatorin noch einen kleinen Seitenhieb und sagte: „Möge der Bessere gewinnen - also Deutschland.“ Damit war die Richtung klar, doch der Ton blieb freundlich. Gerade diese Mischung aus Neckerei, Fußballfieber und persönlicher Offenheit machte den TV-Moment besonders lebendig.