Menowin Fröhlich hat es im dritten Anlauf geschafft: Der Sänger gewann am Samstagabend das Finale von „Deutschland sucht den Superstar“ und setzte damit einen langen, konfliktreichen Weg zu einem späten Erfolg fort. Kurz nach der Show zeigte sich der 38-Jährige erleichtert, ruhig und nachdenklich.

Im Studio in Köln wurde sein Sieg mit Konfetti und Tränen gefeiert, während im Netz bereits heftig über das Ergebnis diskutiert wurde. Für Fröhlich selbst stand zunächst etwas anderes im Mittelpunkt: ein persönlicher Abschluss nach vielen Jahren, in denen ihn seine Geschichte immer wieder eingeholt hatte.

Menowin Fröhlich spricht über Erschöpfung und Lernprozesse

Nach dem Finale machte Fröhlich deutlich, dass der Sieg für ihn mehr ist als ein TV-Moment. „Ich bin sehr glücklich. Aber ich bin auch erschöpft, weil es eine Reise war, in der ich sehr viel erlebt habe, und ich durfte viel lernen“, so Menowin Fröhlich laut TV Spielfilm. Besonders wichtig sei ihm nun, ohne Druck weiterzumachen und Musik mit Hingabe zu leben. Er wolle Menschen erreichen, die sich innerlich gefangen fühlen. Auch privat hat der Gewinn für ihn eine klare Bedeutung: Das Preisgeld möchte er zunächst für eine Reise mit seinen Kindern nutzen.

16 Jahre nach der Niederlage folgt der späte Triumph

Der Erfolg wirkt auch deshalb so besonders, weil Fröhlich schon 2010 als Favorit ins Finale gegangen war und damals scheiterte. Diese Niederlage habe ihn lange beschäftigt. „Ich wollte dieses Kapitel einfach nur abschließen. Und es hat sich ausgezahlt“, sagte der Sänger. Rückblickend sprach er offen über Fehler aus der Vergangenheit und darüber, wie sehr ihn alte Aufnahmen schmerzten. Heute gehe er zur Therapie, arbeite an seinen Macken und sehe den neuen Sieg nicht als Beweis für andere, sondern als Schritt für sich selbst.

Menowin Fröhlich gewinnt klar vor Constance Dizendorf

Auch das Ergebnis fiel deutlich aus. Fröhlich erhielt 56,52 Prozent der Zuschauerstimmen und lag damit klar vor Constance Dizendorf, die auf 30,30 Prozent kam. Dahinter folgten Tyrell Hagedorn mit 8,75 Prozent und Paco Simic mit 4,43 Prozent. Im Finale sang Fröhlich unter anderem „Billie Jean“ von Michael Jackson sowie seinen eigenen Titel „Mercy On Me“. Neben den Finalisten traten auch David Garrett, Menderes und Dieter Bohlen auf. Der Sieg bringt Fröhlich nicht nur den Titel, sondern auch einen Plattenvertrag und ein Preisgeld von 100.000 Euro.

Kritik an RTL begleitet den Sieg von Menowin Fröhlich

Trotz des klaren Votums blieb die Reaktion auf die Show gespalten. In sozialen Netzwerken kritisierten viele Zuschauer sowohl das Finale als auch Fröhlichs Teilnahme. Dort war von Inszenierung, Manipulation und sogar von einem „einzig großen Fake“ die Rede. Einige störten sich daran, dass ein früherer Liveshow-Kandidat erneut antreten durfte. RTL weist einen Regelverstoß zurück. Unabhängig von der Debatte steht bereits fest, dass die Castingshow 2027 weitergeht. Dieter Bohlen rief neue Bewerber dazu auf, sich eine Chance zu geben, auch Isi Glück sprach von vielen Träumen, die noch in dem Format stecken.