Sänger Gil Ofarim (43) zieht Anfang 2026 ins Dschungelcamp und knüpft damit an eine der polarisierendsten Entscheidungen seiner Karriere an. Nach erfundenen Antisemitismus-Vorwürfen und einem aufsehenerregenden Gerichtsverfahren hatte sich der Musiker weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Nun will er vor laufenden Kameras zeigen, wer er heute ist. Im RTL-Interview beschreibt er das Format „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ als „hochspannendes psychologisches Experiment“ und spricht von einer persönlichen Chance, wieder als Künstler und Musiker wahrgenommen zu werden.
Gil Ofarim sieht Dschungelcamp als persönlichen Neuanfang
Für Ofarim ist die Teilnahme weit mehr als nur ein TV-Abenteuer. Er habe in den Jahren der Funkstille intensiv an sich gearbeitet und neu definiert, was ihm wichtig ist. „Ich habe in den Jahren, in denen ich nicht in der Öffentlichkeit war, für mich festgestellt, wer ich bin und was ich kann. Ich bin Künstler, ich bin Musiker und ich möchte wieder zurück auf die Bühne und vor Publikum spielen“, erklärt er gegenüber RTL. Die Show soll ihm helfen, diesen Weg zu ebnen. Er versteht das Projekt ausdrücklich als Neuanfang – weg von den Negativ-Schlagzeilen, hin zu seiner ursprünglichen Leidenschaft: der Musik.
Selbstironische Erklärung für seine Teilnahme
Trotz der Ernsthaftigkeit seines Plans begegnet Ofarim der Situation mit Humor. Auf die Frage, warum er sich ausgerechnet für dieses Format entschieden hat, antwortet er augenzwinkernd, er habe „bevor ich hier auf diese Erde kam, entweder besoffen das Formular ausgefüllt oder ich hatte meine Brille nicht dabei und habe alles angekreuzt bei der Frage, welche Erfahrungen wollen Sie in Ihrem Leben machen“.
Hinter der Selbstironie steckt jedoch ein klarer Plan: Es sei eine „Challenge“, ein Neuanfang und vor allem die Möglichkeit, sich dem Publikum so zu zeigen, wie er wirklich ist. Damit verbindet er Hoffnung auf einen Imagewechsel, der nicht aus Schlagzeilen, sondern aus eigenem Handeln entsteht.
Publikum soll sich ein eigenes Bild machen
Ofarim weiß, dass seine Teilnahme polarisiert und viele Menschen skeptisch sind. Gerade deshalb will er sich im Camp ohne Filter präsentieren. Nach dem Skandal sei viel über ihn geschrieben worden, nun wolle er „dem Publikum die Entscheidung geben, ob das was geschrieben wird wirklich so ist oder ob man sich nicht selbst eine Meinung bildet“.
Er betont, dass er die Vergangenheit nicht ungeschehen machen könne: „Ich kann die Zeit nicht zurückdrehen. Ich kann nichts ändern, ich kann nur aufstehen und weitermachen. Alles andere bringt nichts.“ Damit knüpft er seine TV-Rückkehr an den Wunsch, Verantwortung zu übernehmen und gleichzeitig einen Schlussstrich unter alte Geschichten zu ziehen.
Herausforderungen, Ekelprüfungen und seine Strategie im Camp
Auf die körperlichen und mentalen Herausforderungen des Formats blickt der Sänger mit Respekt, aber ohne große Panik. Er gibt zu, dass ihn manche Dschungelprüfungen durchaus ekeln könnten: „Also ich habe jetzt in meinem Leben bisher noch keine Känguru-Penisse gegessen oder irgendwelche Hoden. Ich lasse es auf mich zukommen. Augen zu und durch.“
Im Vordergrund steht für ihn das Abenteuer: Zwei Wochen unter freiem Himmel, inmitten der Natur und der Tiere, seien eine außergewöhnliche Erfahrung. Seine Strategie beschreibt er mit einer „Fußballer-Antwort“: Er wolle „von Spiel zu Spiel denken“. Es gehe ihm nicht um maximale Sendezeit oder zwingend um die Krone, sondern um „spannende Momente“ und darum, zu zeigen, wie er heute tickt.