Kurz vor dem Start der neuen Staffel von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ steht Musiker Gil Ofarim im Mittelpunkt einer heftigen Debatte. Nach der sogenannten Davidstern-Affäre und dem anschließenden Gerichtsverfahren hatte sich der 43-Jährige aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Nun wagt er den Schritt zurück ins Rampenlicht – und wählt dafür ausgerechnet das Dschungelcamp. In den sozialen Netzwerken prallen seit der Bekanntgabe der Kandidaten Zustimmung und Ablehnung aufeinander, zahlreiche User kündigen an, die RTL-Show wegen Ofarim zu meiden.
Gil Ofarim spricht über Kritik und Zweifel
In einem von RTL veröffentlichten Einspieler mit dem Titel „Vorbelastet ins Dschungelcamp?“ äußert sich Gil Ofarim erstmals ausführlicher zu den Anfeindungen. „Ich kann mir letztendlich wahnsinnig viele Gedanken machen oder mich verrückt machen“, sagt der Sänger. „Aber letztendlich entscheiden es die Leute immer selber. Und das ist auch richtig so. Ich kann nur ich selber sein“, so der 43-Jährige weiter.
„Ich habe mich weiterentwickelt“: Ofarim hofft auf Neustart
Laut RTL betont Gil Ofarim, wie sehr ihn die Jahre abseits der großen Bühne verändert hätten. „Die Zeit, die Jahre, die ich, sagen wir, von der Bildfläche weg war, hat sich vieles geändert in meinem Leben. Ich habe mich auch weiterentwickelt“, so der Musiker. „Ich kann nicht in die Vergangenheit gehen und Dinge ungeschehen machen. Was ich nur machen kann, ist aufstehen und von vorne anfangen.“ Im Camp will er „authentisch“ sein und sich von einer neuen Seite zeigen. Ob das Publikum ihm diese Chance gibt, entscheiden die Zuschauer vor den Bildschirmen.
RTL verteidigt Entscheidung für den Musiker
Unter vielen Instagram-Posts der RTL-Show sammeln sich hunderte Kommentare, in denen Zuschauer ihrem Ärger Luft machen. Aussagen wie „Ok, die erste Staffel, die ich nicht gucken werde. Gil ist für mich einfach nicht tragbar mit dem, was er getan hat“ oder „Ich bin wegen Gil so was von raus! Auch Reality-TV muss ethische Grenzen haben“ zeigen, wie emotional die Diskussion geführt wird.
RTL reagiert in einem Kommentar mit einem klaren Statement: „Gil Ofarim hat sich für seine falschen Anschuldigungen juristisch verantwortet. Sein Weg umfasst mehr als die damaligen Ereignisse. Wie er heute mit seiner Vergangenheit umgeht, sehen wir ab dem 23. Januar.“
Davidstern-Affäre prägt Ofarims TV-Comeback
Der Hintergrund der aktuellen Kontroverse liegt im Jahr 2021. Damals hatte Gil Ofarim einem Hotelmitarbeiter antisemitische Beleidigungen vorgeworfen, der Fall landete vor dem Landgericht Leipzig. Am sechsten Verhandlungstag gestand der Musiker, die Behauptung erfunden zu haben, und entschuldigte sich bei dem Betroffenen. Das Verfahren wurde gegen Auflagen eingestellt. Trotz juristischer Klärung bleibt das Vertrauen vieler Zuschauer erschüttert.