Prinz William gilt in der Öffentlichkeit als kontrolliert, höflich und familiennah. Umso stärker fallen nun Schilderungen aus, die den 43-Jährigen in angespannten Momenten deutlich impulsiver zeigen. Im Zentrum steht dabei sein Verhältnis zu König Charles III. Auslöser ist ein neues Buch von Autor Christopher Andersen, in dem es zwar vor allem um Prinzessin Kate geht, das aber auch den britischen Thronfolger in einem anderen Licht zeigt. Wie Focus berichtet, soll William vor allem dann laut werden, wenn es zu Meinungsverschiedenheiten mit seinem Vater kommt.

Christopher Andersen beschreibt hitzige Momente mit König Charles

Andersen stützt seine Darstellung auf Aussagen eines früheren Mitarbeiters von Highgrove, der mehrere heftige Wortwechsel zwischen Vater und Sohn miterlebt haben will. „Wenn er frustriert ist, schreit er den König an“, so der ehemalige Mitarbeiter laut Bunte.

Besonders auffällig sei dabei Williams Stimme gewesen. Sie sei so kraftvoll und laut, dass man sie nicht so schnell vergesse. Gleichzeitig beschreibt Andersen den Prinzen im Umgang mit Angestellten und Fremden als freundlich und rücksichtsvoll. Auch gegenüber Prinzessin Kate und den gemeinsamen Kindern verliere er demnach nie die Beherrschung.

Prinz William soll nur im engsten Familienkreis so reagieren

Gerade dieser Kontrast macht die Schilderungen so brisant. Nach außen wirkt William seit Jahren diszipliniert und nahbar, intern soll es bei Konflikten mit seinem Vater jedoch deutlich schärfer zugehen. Laut Andersen zeigt sich diese Seite des Thronfolgers nicht im Alltag mit Mitarbeitern oder bei öffentlichen Terminen, sondern vor allem in familiären Spannungen.

Auch der Streit mit Prinz Harry, den dieser in seiner Biografie thematisierte, passt zu dem Bild eines Mannes, der in persönlichen Auseinandersetzungen schneller die Fassung verlieren könnte als bisher angenommen.

König Charles zeigte 2022 selbst offen seinen Ärger

Andersen hält Williams Verhalten allerdings nicht für ungewöhnlich, sondern für eine Eigenschaft, die auch bei seinem Vater zu finden sei. Den Monarchen beschrieb der Autor mit den Worten, er habe „ein Temperament wie der Vesuv“.

Öffentlich sichtbar wurde das 2022 bei einem Termin in Nordirland, als ein Füller auslief und Charles die Geduld verlor. „Gott, ich hasse das. Ich kann dieses blöde Ding nicht ertragen“, sagte König Charles damals laut RTL. Die Szene verbreitete sich rasch und zeigte eine seltene, gereizte Seite des Königs.

Das Bild des Thronfolgers bekommt neue Risse

Offiziell gibt es aus dem Palast bislang keine Reaktion auf die neuen Behauptungen. Dennoch werfen die Aussagen erneut Fragen über das Verhältnis zwischen William und Charles auf – und vielleicht auch zwischen William und Bruder Harry.

Der Prinz wird von vielen als besonnener künftiger König gesehen, doch Berichte über lautstarke Konflikte lassen dieses Bild weniger makellos erscheinen.

Fest steht: Die Familie steht seit Jahren unter besonderer Beobachtung, und jede neue Schilderung über Spannungen im engsten Kreis wird genau verfolgt. Diesmal trifft es vor allem den Mann, der eines Tages selbst den Thron übernehmen soll.