Prinz Harry und Herzogin Meghan sind nach mehreren Jahren in den USA wieder nach Großbritannien zurückgekehrt. Kurz darauf ließ König Charles III. schriftlich festhalten, dass beide weiterhin keine arbeitenden Mitglieder des Königshauses sind. Damit bleibt die Regelung aus dem Jahr 2020 bestehen.
Britische Medien berichteten, dass das Paar über die öffentliche Klarstellung verwundert gewesen sei. Im Mittelpunkt steht ein Brief aus dem Buckingham-Palast, der nicht nur den Status der Sussexes erneut festhält, sondern auch Fragen zum Zeitpunkt der Mitteilung ausgelöst hat.
König Charles III. bekräftigt den Status des Paares
In dem Schreiben wurde festgehalten, dass Harry und Meghan in Großbritannien als Privatpersonen gelten und keine offiziellen Aufgaben für das Königshaus übernehmen. Auch ihre Anrede als „Ihre und Seine Königliche Hoheit“ wird weiterhin offiziell nicht genutzt.
Laut Medienberichten wurde der Brief vom Lord Chamberlain im Namen des Königs verfasst und an das Team von Harry, an Regierungsstellen, Militärvertreter und Lord Lieutenants verschickt. Bezug genommen wird darin auf das Sandringham Agreement von 2020, das eine Mischrolle zwischen kommerziellen Interessen und offizieller Royal-Arbeit ausgeschlossen hatte.
Sprecher von Harry und Meghan kritisiert den Ablauf
Für zusätzlichen Streit sorgte der Zeitpunkt der Information. Ein Sprecher des Paares sagte der BBC: „Wir waren ein bisschen überrascht, dass wir nicht vorab informiert wurden.“ Nach dieser Darstellung ging das Schreiben nur knapp eine Stunde vor der Veröffentlichung an das Team der beiden.
Demnach habe es nicht mehr gereicht, um Harry und Meghan zu informieren oder noch einzelne Punkte klarzustellen. Palastquellen widersprechen dieser Version und erklärten, das Paar habe vorab eine Kopie des Briefes erhalten.
Rückkehr mit Archie und Lilibet nach Großbritannien
Ende August kamen die Sussexes mit ihren Kindern Prinz Archie und Prinzessin Lilibet nach Großbritannien zurück. Nach den Jahren in Kalifornien soll das Paar künftig wieder in Harrys alter Heimat leben. Im Raum stehen Berichte über einen möglichen Umzug in die Cotswolds westlich von London.
Offiziell bestätigt wurde dieser Wohnort bisher nicht. Fest steht jedoch, dass die Rückkehr nach Großbritannien nicht mit einer Rückkehr in den Kreis der arbeitenden Royals verbunden ist. Auch eine frühere Hoffnung auf eine Zwischenlösung war bereits unter Queen Elizabeth II. ausgeschlossen worden.
Schreiben fällt vor Sitzung zum Polizeischutz
Der Zeitpunkt des Briefes rückte auch wegen eines weiteren Themas in den Fokus. Das Schreiben erschien kurz vor einer Sitzung des Ravec, eines Gremiums des Innenministeriums, das über möglichen staatlich finanzierten Polizeischutz entscheidet.
Nach Berichten aus britischen Medien könnte die erneute Einordnung als Privatpersonen für Harry und Meghan in dieser Frage nachteilig sein. Das Paar setzt sich demnach für einen Rund-um-die-Uhr-Schutz durch die Polizei ein. Warum der Palast die Mitteilung gerade jetzt veröffentlichen ließ, blieb zunächst offen.