Prinz George zeigte sich bei Aston Villa gegen Barcelona so ungezwungen wie selten. Mit zerzausten Haaren und einer Adidas-Jacke mit den drei typischen Streifen saß er neben seinem Vater in der Präsidentenloge. Auch Prinz William wirkte betont zurückhaltend und trug eine Baseballkappe. Der 13-Jährige hob sich damit deutlich von früheren Auftritten bei Fußballspielen ab. Statt Anzug oder Pullover mit Hemdkragen erschien er diesmal in einem Look, wie ihn viele Jugendliche im Stadion tragen.

Prinz George trägt beim Spiel einen ungewohnt lässigen Look

Gerade dieser Auftritt fiel auf, weil royale Kinder früher oft formeller gezeigt wurden. Bei William und Prinz Harry prägten in ihrer Kindheit Tweed, Hemden und Krawatten viele öffentliche Bilder. Auch George war bei Fußballterminen bislang meist klassischer gekleidet. Nun wirkte er deutlich erwachsener und schien seinen eigenen Stil zu finden. Das Foto des Abends setzte deshalb nicht auf höfische Strenge, sondern auf Alltag. Sichtbar blieb der royale Rahmen nur durch die Plätze in der Loge und Williams Begleitung als Thronfolger.

Prinz William setzt bei seinen Kindern auf Alltag

Der Auftritt passt zu dem Familienleben, das William und Prinzessin Kate für George, Charlotte und Louis geschaffen haben. Im vergangenen Jahr sagte William über die Erziehung seiner Kinder: „Die richtige Balance zwischen Arbeit und Familienleben zu finden, ist sehr wichtig, denn für mich ist die Familie das Wichtigste im Leben und alles dreht sich um die Zukunft“, so William laut Daily Mail. Fußball gehört dabei sichtbar zu seinem Alltag. Anders als viele Männer aus seinem Umfeld, bei denen Rugby oft eine größere Rolle spielt, besucht er regelmäßig Spiele seines Lieblingsklubs Aston Villa.

Prinzessin Diana prägte Williams Blick auf Kindheit

Vieles daran erinnert an Prinzessin Diana. Sie nahm William und Harry nicht nur zu offiziellen Terminen mit, sondern auch in Freizeitparks, zu McDonald’s, ins Kino und auf alltägliche Ausflüge. William knüpfte daran offenbar an. Er sprach bereits darüber, wie wichtig ihm ein stabiles Zuhause ist und dass Kinder früh Geborgenheit, Sicherheit und Liebe erleben sollten. Auch seine eigene Kindheit spielte dabei eine Rolle, denn die Trennung seiner Eltern erlebte er im Alter von acht Jahren. Für George bedeutet das: Fußball darf Teil eines normalen Teenager-Alltags bleiben.

Auch Charlotte und Louis wachsen mit Sport und Freiraum auf

Nicht nur George wird so erzogen. Kate betonte mehrfach die Bedeutung von Bewegung und Zeit im Freien für das Wohlbefinden von Kindern. Prinzessin Charlotte spielt Netball und nahm zuletzt mit Schulfreundinnen an einem Turnier teil. Solche Erfahrungen gehören für die Familie offenbar bewusst dazu. Für George ist die Lage dennoch besonders, weil er als künftiger König anders aufwächst als seine jüngeren Geschwister. Zwischen Krone und Kindheit versucht William deshalb, seinem ältesten Sohn beides zu geben: Vorbereitung auf seine spätere Rolle und möglichst viele normale Erlebnisse im Hier und Jetzt.

Quellen: Daily Mail, KI-unterstützt