Charles Spencer hat über die Reaktionen seiner Neffen auf sein neues Buch über Lady Diana gesprochen. Der Bruder der 1997 gestorbenen Diana veröffentlichte „Swan Song: Diana, My Sister“ und sagte danach, dass er mit Prinz William und Prinz Harry gesprochen habe. Zuvor hatte er das Projekt bewusst fast vollständig für sich behalten. Nur seine Frau und die Verleger wussten Bescheid. Diana war von 1981 bis 1996 mit dem damaligen Prinzen Charles verheiratet. Aus der Ehe gingen William und Harry hervor, die beim Tod ihrer Mutter 15 und 12 Jahre alt waren.
Charles Spencer informierte William und Harry gleichzeitig
In der Sendung „CBS Mornings“ sagte Spencer, er habe niemanden aus der Familie eingeweiht, bis das Buch kurz vor seiner Veröffentlichung öffentlich wurde. Er wollte verhindern, dass besonders Harry mit dem Projekt in Verbindung gebracht wird. Nach der Fertigstellung informierte er beide Neffen nach eigenen Angaben exakt zur gleichen Zeit.
Harry fragte ihn dabei: „Gibt es irgendetwas darin, das mir peinlich sein könnte?“, so Charles Spencer laut Kurier.at. Seine Antwort fiel klar aus: Es gebe nichts in dem Buch, das für seinen Neffen unangenehm sein müsse.
Harry war mit Meghan und den Kindern in Althorp
Zwischen Spencer und Harry besteht weiterhin enger Kontakt. Der Herzog von Sussex verbrachte den Sommer mit Herzogin Meghan und den Kindern auf dem Anwesen seines Onkels in Althorp. Im Gespräch über seine Rolle in der Familie beschrieb sich Spencer als jemanden, der einfach da sei, wenn man ihn brauche. Er überhöhe diese Position aber nicht.
William und Harry seien inzwischen Männer in ihren 40ern. An seiner Haltung habe sich seit dem Tod ihrer Mutter wenig geändert: Wenn in einer Familie jemand stirbt und Kinder zurückbleiben, dann sei man für sie da.
Streit mit dem Palast nach dem Erscheinen des Buchs
Nicht nur innerhalb der Familie wurde über das Buch gesprochen. Auch aus dem Palast kam Widerspruch zu einzelnen Schilderungen. Anlass waren Passagen, in denen Spencer die Zeit nach Dianas Tod beschreibt und König Charles III. eine kühle Reaktion zuschreibt.
Der Palast erklärte dazu, die Trauer eines Bruders könne Vernunft, Urteilsvermögen und Erinnerung beeinflussen. Spencer wies das zurück und sagte, man tue dort so, als stimme etwas mit seinem Geist oder seinem Gedächtnis nicht. Mit beidem sei nichts falsch, sagte er laut n-tv.
Charles Spencer bereut den Trauermarsch bis heute
Besonders belastend bleibt für ihn der Trauerzug nach Dianas Tod in London. Spencer schilderte, dass er sich damals dagegen eingesetzt habe, William und Harry hinter dem Sarg ihrer Mutter mitgehen zu lassen. Erst als ihm gesagt wurde, die Jungen hätten sich selbst dafür entschieden, gab er nach.
Heute sieht er das anders. Er räumte ein, dass ihn Schuldgefühle plagen. Jahre später sei das Thema noch einmal zur Sprache gekommen. Für ihn steht fest, dass die beiden diesen Weg durch die trauernde Menge nicht hätten gehen sollen.