Kurz vor dem Start von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ steht Sänger Gil Ofarim im Zentrum einer neuen Diskussion. Der 43‑Jährige soll 2026 als einer von zwölf Kandidaten nach Australien reisen, um im Dschungelcamp um die Krone zu kämpfen. Doch im Vorfeld kursierten Spekulationen, wonach es wegen eines früheren Gerichtsverfahrens zu Schwierigkeiten an der Grenze kommen könnte. Während Fans in sozialen Netzwerken bereits hitzig debattieren, meldet sich RTL selbst zur Situation zu Wort.
Gil Ofarim und die australischen Einreiseregeln
Auslöser der Spekulationen sind australische Bestimmungen, nach denen Personen mit bestimmten strafrechtlichen Verurteilungen abgewiesen werden können. „Wir können Ihnen die Einreise nach Australien verweigern, wenn Sie in Australien oder im Ausland strafrechtlich verurteilt wurden oder Anklagen gegen Sie vorliegen“, heißt es laut „t-online“ aus dem australischen Innenministerium. Im Fall des Musikers wurde das Verfahren nach Zahlung einer Geldstrafe eingestellt, er gilt nicht als vorbestraft.
RTL plant fest mit Gil Ofarim im Camp
Auch der ausstrahlende Sender hat reagiert. RTL stellt klar, dass intern nicht mit Komplikationen gerechnet wird. „RTL plant fest mit ihm im Dschungel und rechnet nicht mit Problemen bei der Einreise“, heißt es von Senderseite. Somit scheit Gils Dschungel-Teilnahme nichts mehr im Wege zu stehen. Während andere Kandidaten wie Eva Benetatou, Simone Ballack oder Patrick Romer im Schatten der Debatte fast untergehen, wächst der Fokus auf Ofarim bereits vor dem Abflug. Für die Produktion ist seine Teilnahme ein kalkulierter Schritt – mit allen Chancen, aber auch Risiken für das öffentliche Echo.
Skandal um falsche Antisemitismus-Vorwürfe
Die emotionale Aufladung der Diskussion hat ihren Ursprung in einem Vorfall vor rund fünf Jahren. Damals veröffentlichte der Sänger ein Video, in dem er einem Hotelmitarbeiter antisemitische Beschimpfungen vorwarf. Dies löste zuerst große Solidarität aus, bevor sich das Blatt wendete. Im Prozess im November 2023 räumte Ofarim schließlich ein, die Anschuldigungen erfunden zu haben. Das Verfahren endete mit einer Geldstrafe, der Image-Schaden blieb. Viele frühere Unterstützer fühlten sich getäuscht, das Vertrauen war massiv erschüttert – ein Eindruck, der sich bis heute in Online-Kommentaren zeigt.
Gil Ofarim setzt im Dschungel auf Neuanfang
Für den 43‑Jährigen ist die Teilnahme an der Show mehr als nur ein TV-Abenteuer. Im Interview mit RTL sprach er offen darüber, was ihn antreibt: „Ich kann nicht in die Vergangenheit gehen und Dinge ungeschehen machen [...]. Was ich nur machen kann, ist aufstehen und von vorne anfangen.“ Genau diesen Neustart verbindet er mit dem Aufenthalt im Camp. Während einige Nutzer in sozialen Netzwerken ankündigen, wegen ihm abzuschalten, sehen andere die Chance, sein Verhalten im direkten Vergleich von Worten und Taten neu zu bewerten. Am Ende wird das Publikum entscheiden, ob Ofarims Versuch eines Comebacks gelingt.