Im australischen Murwillumbah kam es an Tag elf der aktuellen Staffel von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ zu einem unerwarteten Moment: Trotz laufendem Zuschauervoting musste keiner der verbliebenen neun Stars das Camp verlassen – nicht ganz zur Freude der Zuschauer. Zuvor waren bereits Schauspielerin Nicole Belstler-Boettcher (62), Reality-Gesicht Umut Tekin (28) und Model Mirja du Mont (50) per Telefonvoting ausgeschieden. Umso größer war die Verwunderung, als Moderatoren-Duo Sonja Zietlow (57) und Jan Köppen (42) am Lagerfeuer zwar wie gewohnt die beiden Kandidaten mit den wenigsten Stimmen nannte – TV-Bauer Patrick Romer (30) und Schauspieler Stephen Dürr (51) –, diese aber trotzdem im Camp bleiben durften.
Sonja Zietlow kontert Stephens Frage mit einem Satz
Der Moment der Verkündung war TV-gerecht inszeniert. Nachdem Sonja Zietlow und Jan Köppen zunächst die Spannung aufgebaut hatten, traf es Patrick Romer und Stephen Dürr: Sie hatten zu diesem Zeitpunkt die wenigsten Anrufe erhalten. Normalerweise wäre für einen der beiden damit Schluss gewesen.
Doch diesmal kam alles anders. „Warum?“, fragte ein sichtlich irritierter Stephen in die Runde. Sonja Zietlow antwortete trocken: „Weil wir es können“. Die kurze, pointierte Replik unterstrich, dass die Regie bewusst mit den Erwartungen spielt – und dass die Entscheidung nicht auf einem Regelbruch, sondern auf einem geplanten Kniff der Produktion beruht.
Fans auf X kritisieren Entscheidung von RTL
Nicht nur im Camp, auch vor den Bildschirmen sorgte der ausbleibende Exit für Diskussionen. Auf der Plattform X machten Zuschauer ihrem Ärger Luft. „Heute muss keiner das Camp verlassen??? Warum? Es ist niemand ausgefallen. Ist doch ein Witz“, schrieb ein User, ein anderer kommentierte: „Was reitet RTL, heute keinen rauszuwerfen? Das ist doch Salz in der Suppe“, zitiert Bild.
Viele Fans hatten fest mit einem weiteren Abschied gerechnet und fühlten sich um den gewohnten Spannungsbogen gebracht. Die Reaktionen zeigen, wie stark das Publikum an den täglichen Entscheidungen hängt – und wie sensibel Veränderungen im Ablauf wahrgenommen werden.
Dramaturgischer Kniff soll Spannung steigern
Hinter der Entscheidung steckt laut Bild ein klares Konzept: RTL nutzt den exitfreien Tag als dramaturgisches Element. Ziel sei es, den Druck auf die Kandidaten zu erhöhen und gleichzeitig den Anreiz für die Zuschauer zu verstärken, noch häufiger für ihren Favoriten anzurufen.
In früheren Staffeln gab es bereits Folgen ohne Rauswurf, meist jedoch, wenn zuvor ein Star aus gesundheitlichen Gründen oder mit dem Ruf „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ ausgestiegen war. Diesmal ist niemand krank, niemand hat aufgegeben – und dennoch wird das Teilnehmerfeld künstlich stabil gehalten. Laut Sender funktioniert dieser Kniff erfahrungsgemäß gut, weshalb man auch in diesem Jahr daran festhält.
So werden die Voting-Stimmen weiter genutzt
Für das laufende Voting bedeutet der Stopp keinen Verlust. Wie RTL meldet, bleiben die Telefonleitungen geöffnet, alle bereits abgegebenen Stimmen zählen für die nächste Liveshow. „Heute ist Schonzeit. Heute muss keiner das Camp verlassen!“, verkündeten Sonja Zietlow und Jan Köppen zu Beginn der Sendung. Die Votes werden gesammelt und in der Show am 3. Februar ausgewertet, zudem bleibt die Chance auf den Gewinn von 100.000 Euro bestehen.
Ganz entspannt können sich die Camper trotzdem nicht zurücklehnen: Am Ende der Ausgabe wurde der Zwischenstand genannt – Patrick Romer und Stephen Dürr lagen hinten und wissen nun genau, wie knapp es für sie werden könnte, wenn der nächste Exit tatsächlich ansteht.