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Darum wäre Russell Crowe fast nicht der „Gladiator“ geworden

Russell Crowe als „Maximus“ in dem Film „Gladiator“ aus dem Jahr 2000
26. Juni 2020 - 16:28 Uhr / Valerie Messner

Russell Crowes „Gladiator“-Rolle ist wohl eine der ikonischsten der Filmgeschichte. Dabei wäre er fast nicht „Maximus“ geworden, wie er in einem neuen Interview verrät.

Die Produzenten von „Gladiator“ waren ziemlich vorsichtig mit dem Herausgeben des ersten Drehbuch-Entwurfs. So vorsichtig, dass sie Schauspieler Russell Crowe (56) baten, das Projekt anzunehmen, ohne vorher überhaupt das Drehbuch gelesen zu haben.

Crowe hat gerade enthüllt, dass ihm die „Gladiator“-Rolle auf einem sehr unkonventionellen Weg vorgeschlagen wurde. Dies sei passiert, da das Produktionsteam wusste, wie viele Mängel das Drehbuch zu diesem Zeitpunkt noch hatte.

Russell Crowe im Film „Gladiator“ aus dem Jahr 2000

Russell Crowe spricht über „Gladiator“ in der Jimmy Fallon Show

Diese Geschichte erzählte der 56-jährige Schauspieler am Mittwochabend in der Sendung „The Tonight Show mit Jimmy Fallon“: „Gladiator war eine einzigartige Erfahrung, weil das Drehbuch, das sie hatten, so schlecht war.“ Doch er verrät auch, wie er die ungewöhnliche Drehbuchsituation heimlich umgangen hatte.

Der Produzent wusste nicht, dass ich tatsächlich bereits eine Kopie bekommen konnte. Aber er sagte zu mir: ‚Ich möchte dir das Dokument, das wir haben, nicht senden, weil du nicht darauf antworten würdest'“, erinnert sich Russell Crowe.

Doch die Produzenten wollten ihn unbedingt für ihren Film gewinnen und nutzten dafür die Zusammenarbeit mit dem namhaften Regisseur Ridley Scott (82) als Argument.

Um ihn zu überzeugen, sagten sie laut Crowe: „Ich möchte dich ermutigen, dich mit Ridley Scott zu treffen, und ich möchte, dass du über Folgendes nachdenkst: Es spielt 180 n. Chr., du bist ein römischer General und wirst dabei von Ridley Scott geleitet. Denk daran.“

Offensichtlich hatte Russell Crowe wirklich an diese Worte gedacht und wird die Zusage für den Film wohl auch niemals bereuen. Zwischen ihm und dem legendären Regisseur hat es beim ersten Treffen sofort „Klick gemacht“, fügt Crowe hinzu. 

„Gladiator“ gewinnt fünf Oscars

„Zwanzig Jahre später reden die Leute immer noch über [Gladiator]“ und „das passiert nicht bei jedem Film“, erzählt Crowe. Trotz des wackeligen Starts des Films wurde er ein Erfolg. Er gewann am Ende fünf Oscars, unter anderem in der Kategorie Bester Film und Bester Hauptdarsteller.

Russell Crowe

Mit „Gladiator“ gewann Russell Crowe bisher seinen einzigen Oscar bei insgesamt drei Nominierungen. Der Film war der internationale Durchbruch des in Neuseeland geborenen Schauspielers.

Ebenfalls ist „Joker“-Star Joaquin Phoenix (45) in dem Klassiker in seiner ersten großen Rolle zu sehen. Er verkörpert „Commodus“, den Gegenspieler von Crowes Rolle des „Maximus“.

Joaquin Phoenix als „Commodus" in „Gladiator“.