Mit „La Boum“ wurde die damals 14-jährige Schauspielerin Sophie Marceau (59) Anfang der 80er-Jahre zum Gesicht einer ganzen Teenager-Generation. Die Liebesgeschichte rund um Vic in Paris entwickelte sich erst in Frankreich, dann in Europa zum Kultfilm und machte die junge Französin über Nacht zum Star. 1982 folgte „La Boum 2“, am Set verliebte sie sich in Filmpartner Pierre Cosso (64).

Sophie Marceau schildert Überforderung durch frühen Ruhm

Heute blickt die Künstlerin auf mehr als vier Jahrzehnte im Filmgeschäft zurück – und erzählt nun, wie hoch der Preis für diesen kometenhaften Start tatsächlich war. In einem Interview mit der französischen „Marie Claire“ spricht sie offen über die Schattenseiten ihres Karrierestarts: „Ich war damals eigentlich viel zu jung. Ich kam aus der fernen Vorstadt, ich kannte die Welt nicht.“

„Alles brach auf einmal über mich herein. Es war furchtbar, ich hatte kein Leben mehr“, erzählt sie. Schule, Alltag, selbstständige Wege – all das war plötzlich kaum noch möglich. Besonders drastisch ist die Erkenntnis: „Es hätte mich umbringen können. Beinahe wäre es so gekommen.“ Ihre Worte lassen erahnen, wie existenziell belastend diese Zeit für sie war.

Gefährlicher Ruhm: Marceau über Druck und frühe Reife

„Ruhm ist gefährlich. Man muss die Dinge im richtigen Verhältnis sehen“, erklärt Sophie Marceau rückblickend. So jung in die Branche einzusteigen, habe sie „schnell erwachsen werden lassen“, sie sei „auf sich allein gestellt“ gewesen. „La Boum“ war ihr erster Film – für beide Teile erhielt sie jeweils nur einen vergleichsweise geringen Betrag.

Sie kaufte sich aber mit 16 Jahren für eine hohe Summe aus dem Vertrag für eine geplante Fortsetzung frei. Sie spricht von „radikalen Entscheidungen“, die sie früh treffen musste, weil die Produktionsfirma Gaumont sie gern in weiteren Teilen gesehen hätte. Um sich aus diesem Korsett zu lösen, musste sie, wie sie sagt, „ziemlich rücksichtslos“ sein.

Über 40 Jahre später: SO geht es Sophie Marceau heute

Trotz aller Widerstände entwickelte sich Sophie Marceau zu einer der erfolgreichsten Schauspielerinnen Frankreichs. Mitte der 90er-Jahre gelang ihr mit der Rolle der Prinzessin Isabelle in „Braveheart“ der Sprung nach Hollywood, später folgte der Auftritt als Elektra King im „Bond“-Film „Die Welt ist nicht genug“.

Privat blickt sie dennoch differenziert auf ihr öffentliches Bild. Berühmt zu sein, sei anstrengend und verändere das Leben dauerhaft. Gleichzeitig steht sie weiter vor der Kamera: Ab dem 11. Februar ist sie in „LOL 2.0“ erneut als Mutterfigur zu sehen – ein neues Kapitel in einer Karriere, die von frühen Krisen, aber auch von bemerkenswerter Eigenständigkeit geprägt ist.