Mit langen Zöpfen und Sommersprossen spielte sich Schauspielerin Melissa Gilbert (61) als Laura Ingalls in „Unsere kleine Farm“ in die Wohnzimmer einer ganzen Generation. Die Serie, die ab 1974 über mehrere Staffeln lief, machte das Mädchen aus Los Angeles zum internationalen TV-Star. Heute, mehr als vier Jahrzehnte später, lebt sie eher zurückgezogen.
Melissa Gilbert: Früher Kinderstar, heute Charakterdarstellerin
Schauspielerin Melissa Gilbert wurde am 8. Mai 1964 in Los Angeles geboren und stand schon als Kind vor der Kamera. Ihre Adoptiveltern arbeiteten ebenfalls im Showbusiness, auch ihre jüngere Schwester Sara und ihr Bruder Jonathan wurden Schauspieler.
Den Durchbruch brachte ihr die Rolle der Laura Ingalls in „Unsere kleine Farm“, basierend auf den Büchern von Laura Ingalls Wilder. Neun Staffeln lang prägte sie das Familienformat. Laut „People Magazine“ gelang es ihr danach, das Image des ewigen Kinderstars hinter sich zu lassen und sich in unterschiedlichsten TV- und Filmrollen zu etablieren.
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Melissa Gilbert: Turbulente Liebesgeschichte mit drei Ehen
Privat erlebte Melissa Gilbert Höhen und Tiefen. In den Achtzigern war sie sechs Jahre mit Schauspieler Rob Lowe (62) liiert, die Verlobung endete jedoch nach gegenseitigen Affären. In ihrer Autobiografie „Prairie Tale: A Memoir“ schildert sie offen, dass sie während dieser Beziehung eine Liaison mit Frank Capra III (66) begann.
Später datete sie Rockmusiker Billy Idol (70), bevor sie 1988 den Schauspieler Bo Brinkman (69) heiratete. 1989 kam Sohn Dakota zur Welt, 1992 folgte die Scheidung. 1995 heiratete sie Bruce Boxleitner (75), im selben Jahr wurde Sohn Michael geboren. Nach der Trennung 2011 fand sie 2013 mit Schauspieler Timothy Busfield (68) neues Eheglück.
Serienrollen, Synchronarbeit und Bücher prägen Melissa Gilbert
Beruflich blieb Melissa Gilbert vielseitig. Neben zahlreichen TV-Filmen und Gastauftritten übernahm sie Sprechrollen in Animationsprojekten. In „Batman: The Animated Series“ lieh sie der Figur Barbara Gordon ihre Stimme. Später konzentrierte sie sich verstärkt auf Serienprojekte: 2015 war sie etwa in „Secrets and Lies“ und „The Night Shift“ zu sehen.
Auch im Kino blieb sie präsent, unter anderem im Drama „When We Last Spoke“, das 2019 startete. 2025 kehrte sie mit einem Part in der Serie „Janette Oke: Die Coal Valley Saga“ ins romantische TV-Drama-Genre zurück und unterstrich damit ihre anhaltende Präsenz im TV-Bereich.
Jahre später: So geht es Melissa Gilbert heute
Neben Schauspielerei und Synchronarbeit etablierte sich Melissa Gilbert als Autorin. 2009 erschienen ihre Memoiren „Prairie Tale: A Memoir“, 2014 folgte das Kinderbuch „Daisy and Josephine“ über ein schüchternes Mädchen und seinen Hund.
Ihre persönliche Entwicklung ist auch optisch sichtbar: Aus dem frechen Mädchen mit Zöpfen ist eine elegante Frau mit grauem Haar geworden, das Lächeln aus Kindertagen ist geblieben.
Seit 2021 trägt sie eine neue Rolle: Ihr Sohn Michael machte sie zur Oma einer Enkelin namens Ripley, die im Juni 2021 geboren wurde. Auf Social Media zeigt die Schauspielerin immer wieder ungefilterte Selfies und präsentiert sich dabei bewusst natürlich und nahbar.