• Magda Schneider war wie ihre Tochter Schauspielerin
  • Sie hat den Tod Romys nie richtig verkraften können

Die Begeisterung und das Talent für die Schauspielerei hat Magda Schneider ihrer Tochter Romy schon früh mit auf den Weg gegeben. Die beiden standen für zahlreiche Filme gemeinsam vor der Kamera.

Doch all der Ruhm geriet in den Hintergrund, als die Familie tragische Schicksalsschläge ereilten. Romy starb 1982 im Alter von nur 43 Jahren an Herzversagen, kurz zuvor war bereits ihr Sohn David mit nur 14 Jahren verstorben.

Magda Schneider musste nicht nur den Tod ihres Enkels verkraften, sondern auch den ihrer Tochter Romy. Ein gebrochenes Herz hatte sie wohl, bis sie im Alter von 87 Jahren 1996 verstarb.

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Magda Schneider war Schauspielerin

Das Leben begann für Magda ganz anders: Die 1909 geborene Augsburgerin legte den Grundstein für ihre Karriere, als sie am Konservatorium Gesangsunterricht nahm und Ballett erlernte. 

Zunächst arbeitete sie als Stenotypistin in einer Getreidehandlung, dann war sie sie auf Theaterbühnen unterwegs. Ab 1930 schaffte sie dann den Sprung zur Filmschauspielerin. Ihr allererster Film war „Boykott“.

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Romy Schneider und Magda Schneider

Schon bald ergatterte sie unzählige Rollen in Komödien wie „Fräulein – falsch verbunden“, „Ein bisschen Liebe für dich“ oder „Das Lied einer Nacht“. Die Schauspielerin spielte somit Anfang der 1930er-Jahre an der Seite von Bekanntheiten wie Gustav Knuth und Adele Sandrock.

Während der Dreharbeiten zu „Kind, ich freu’ mich auf dein Kommen“ lernte sie ihren ersten Ehemann Wolf Albach-Retty kennen. Die beiden heiraten 1937 und galten als Traumpaar. Ein Jahr nach der Hochzeit kam Romy Schneider zur Welt. Damals ahnte noch niemand, was für eine Legende aus ihr einmal werden wird.

Romy Schneider und ihre Mutter vor der Kamera

Zum ersten Mal stand das Mutter-Tochter-Gespann 1953 für „Wenn der weiße Flieder wieder blüht“ gemeinsam vor der Kamera. Daraufhin folgten weitere Filme, die bis heute zu den Klassikern gehören.

Für Romy war die „Sissi“-Trilogie der Startschuss für eine große Karriere. Auf ihrem Weg begleitete sie ihre Mutter, die ebenfalls eine Rolle bekam. Während Romy als „Sissi“ zum gefeierten Star wurde, verkörperte ihre Mutter Magda in allen Teilen „Sissis“ Mutter „Herzogin Ludovika“.

Nach dem letzten Teil „Die Schicksalsjahre einer Kaiserin“ 1957 löste sich die „Sissi“-Darstellerin allmählich von ihrer Mutter und ging eigene Wege. In den Sechzigern wurde es stiller um Magda Schneider. 1969 stand sie für die TV-Serie „Vier Frauen im Haus“ das letzte Mal vor der Kamera.

1996 verstarb die legendäre Schauspielerin, die schlimme Schicksalsschläge erleben musste, in Schönau am Königssee. Wie die Salzburger Nachrichten damals berichteten, sei Magda Schneider friedlich in ihrem Bauernhaus eingeschlafen.