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Sissi: Die größten Unterschiede zwischen Film und Realität

„Sissi“ und „Franz“ gespielt von Karlheinz Böhm und Romy Schneider
15. August 2019 - 12:02 Uhr / Lara Graff

Die „Sissi“-Trilogie mit Romy Schneider und Karl-Heinz Boehm aus den fünfziger Jahren ist heute legendär. Wir verraten euch, an welchen Stellen die Filmemacher von den wahren geschichtlichen Fakten abgewichen sind.

Die ehemalige bayerische Herzogin und spätere Kaiserin von Österreich-Ungarn, Elisabeth, auch Sisi genannt, ist durchaus bekannt. Sisi führte ein turbulentes Leben. In den Filmen wurde ihr Spitzname „Sisi“ fälschlicherweise als „Sissi“ gesetzt. Ein Fehler, der sich bis heute hartnäckig hält.

Die Trilogie über Kaiserin Elisabeth entstand in den Fünfzigern und erfreut sich noch heute einer großen Beliebtheit. Sie erzählt die Liebesgeschichte zwischen Sisi und Kaiser Franz Joseph. 

Heute gehört die „Sissi“-Reihe, mit Romy Schneider (†43) in der Hauptrolle, zu den absoluten Weihnachtsklassikern. Romy Schneider ist wohl auch deswegen die perfekte Wahl gewesen, da sie selbst ein tragisches Leben führte.

Hier unterscheiden sich die „Sissi“-Filme von der Realität

Allerdings unterscheidet sich das Leben der Kaiserin von Österreich etwas von der Filmversion. Nicht nur sah Sisi im echten Leben anders aus, auch einige Details der Filme wurden erfunden.

Die Beziehung zwischen Sisi und Franz wird nach dem Schema eines Liebesfilms aufgezeigt: Liebe auf den ersten Blick und obwohl das Elternhaus zunächst dagegen ist, Hochzeit und die mit Freude erwarteten Kinder. In der Realität sah es jedoch ganz anders aus. Die Hochzeit war arrangiert und fand gegen den Willen von Sisi statt, die als Freigeist galt. Das Kinderkriegen galt als Pflicht, um die Thronfolge zu sichern.

Kaiserin Elisabeth von Österreich verstarb am 10. September 1898

Eine weitere Abweichung zwischen Film und Realität ist die Darstellung der Kaiserin als eine beim Volk durchaus beliebte Frohnatur. Auch dies wurde von den Filmemachern hinzugedichtet, denn in Wahrheit war sie – zumindest in Österreich – nicht sonderlich beliebt und galt als eitel, sehr launisch und depressiv.

Auch die Erziehung der Kinder wird in den Filmen beschönigt dargestellt. In Wirklichkeit musste Sisi diese an die Schwiegermutter abgeben und bekam sie auch durch ihre Flucht nach Bayern nicht zurück.