Die ehemalige bayerische Herzogin und spätere Kaiserin von Österreich-Ungarn, Elisabeth, auch Sisi genannt, ist durchaus bekannt. Sisi führte ein turbulentes Leben und ihr grausamer Tod schockte die Welt. Übrigens wurde in den Filmen ihr Spitzname „Sisi“ fälschlicherweise als „Sissi“ bekannt. Ein Fehler, der sich bis heute hartnäckig hält.
Die Trilogie über Kaiserin Elisabeth entstand in den Fünfzigern und erfreut sich noch heute einer großen Beliebtheit. Sie erzählt die Liebesgeschichte zwischen Sisi und Kaiser Franz Joseph.
Heute gehört die „Sissi“-Reihe, mit Romy Schneider (†43) in der Hauptrolle, zu den absoluten Weihnachtsklassikern und flimmert jedes Jahr über die Bildschirme. Romy Schneider ist wohl auch deswegen die perfekte Wahl gewesen, da sie selbst ein tragisches Leben führte. Ihr Sohn Christopher Meyen verstarb mit nur 14 Jahren.
Hier unterscheiden sich die „Sissi“-Filme von der Realität
Allerdings unterscheidet sich das Leben der Kaiserin von Österreich etwas von der Filmversion. Nicht nur sah Sisi im echten Leben anders aus, auch einige Details der Filme wurden erfunden.
Die Beziehung zwischen Sisi und Franz wird nach dem Schema eines Liebesfilms aufgezeigt: Liebe auf den ersten Blick und obwohl das Elternhaus zunächst dagegen ist, dann die Hochzeit und die mit Freude erwarteten Kinder. In der Realität sah es jedoch ganz anders aus. Die Hochzeit war arrangiert und fand gegen den Willen von Sisi statt, die als Freigeist galt. Das Kinderkriegen wurde als Pflicht betrachtet, um die Thronfolge zu sichern.
Eine weitere Abweichung zwischen Film und Realität ist die Darstellung von Sisi als eine beim Volk durchaus beliebte Frohnatur. Auch dies wurde von den Filmemachern hinzugedichtet, denn in Wahrheit war Kaiserin Elisabeth – zumindest in Österreich – nicht sonderlich beliebt und galt als eitel, sehr launisch und depressiv.
Auch die Erziehung der Kinder wird in den Filmen beschönigt dargestellt. In Wirklichkeit musste Sisi diese an die Schwiegermutter abgeben und bekam sie auch durch ihre Flucht nach Bayern nicht zurück.