Heute zählen Unternehmer Robert Geiss (62) und Carmen Geiss (61) zu den prägenden Gesichtern des deutschen Reality-TV. Ihre Sendung läuft seit vielen Jahren, dazu kommt ein weit verzweigtes Geschäft rund um die Familienmarke. Umso erstaunlicher wirkt der Rückblick auf die ersten Fernsehauftritte des Ehepaars.

Robert Geiss nennt ersten TV-Vertrag eine „lächerliche Nummer“

In einem YouTube-Interview mit Unternehmer Markus Baulig schildern beide, wie bescheiden ihre Anfänge bei „Goodbye Deutschland“ ausfielen. Was inzwischen nach einer erfolgreichen TV-Karriere aussieht, begann demnach mit Verträgen, die aus heutiger Sicht kaum zu ihrem damaligen Lebensstil passten.

Wie „tag24.de“ berichtet, erinnerte sich Robert Geiss an einen frühen Deal über sechs Folgen. Dafür habe das Paar insgesamt 6000 Euro erhalten. Rückblickend fiel sein Urteil deutlich aus: „Ne lächerliche Nummer“, so Robert Geiss laut „tag24.de“.

Auch Carmen Geiss machte klar, dass diese Summe für ihre damaligen Ausgaben kaum gereicht hätte. Sie verwies unter anderem auf die Kosten für ihr Boot, das schon für einen einzigen Tag hohe Beträge verschlinge. Für das Paar war schnell erkennbar, dass dieses Modell auf Dauer wirtschaftlich keinen Sinn ergeben hätte.

Carmen Geiss störte sich an den Vorgaben der Produktion

Nicht nur das Geld wurde für die beiden zum Reizpunkt. Nach ihren Schilderungen ging es auch um die Kontrolle über Drehs und Abläufe. Sobald in ihrer Villa oder an anderen Orten gefilmt wurde, habe der Sender weitreichend mitbestimmt.

Gerade Carmen Geiss empfand das als Problem, weil sie sich nicht in eine klassische Angestelltenrolle drängen lassen wollte. Diese Haltung prägte offenbar schon früh den Umgang des Paares mit TV-Produktionen. Statt sich dauerhaft fremden Vorgaben zu fügen, wollten beide stärker selbst entscheiden, wie ihre Auftritte organisiert werden.

Eigene Produktionsfirma wurde für die Geissens zum Kraftakt

Der nächste Schritt war deshalb folgerichtig: Aus den Gastauftritten wurde erst ein eigenes Format, später dann die Entscheidung, die Sendung selbst zu produzieren. Laut „Focus“ beschrieben Robert und Carmen Geiss diesen Weg jedoch keineswegs als leicht.

Carmen sprach sogar von einem „Horror“, weil die Familie anfangs von ihrer Unerfahrenheit im Produktionsgeschäft ausgebremst worden sei. Sie habe sich wie ein „Goldfisch im Haibecken“ gefühlt. Nach ihren Angaben wurden sie sowohl von Angestellten als auch von Verantwortlichen ausgenutzt.

Aus den Anfängen ist ein großes TV-Geschäft geworden

Trotz aller Schwierigkeiten hat sich der Kurswechsel für die Familie ausgezahlt. Unternehmer Robert Geiss betonte, dass man an den Aufgaben gewachsen sei und die Probleme letztlich bewältigt habe. Inzwischen steht die Familie seit rund 15 Jahren vor der Kamera, zudem sollen bereits etwa 500 Folgen entstanden sein.

Aus den ersten Einsätzen bei „Goodbye Deutschland“ entwickelte sich damit ein dauerhaftes TV-Geschäft mit eigener Marke. Wie „Bunte“ zusammenfasst, haben die Geissens ihre Karriere längst auf mehrere Standbeine gestellt und den frühen Frust in ein profitables Modell verwandelt.