Große Differenzen

Jennifer Grey und Patrick Swayze: Die wahre Geschichte über die Beziehung der beiden

Patrick Swayze und Jennifer Grey

Jennifer Grey und Patrick Swayze waren DAS Film-Traumpaar der achtziger Jahre. Auf der Kinoleinwand mimten sie nicht nur ein schönes Tanz-, sondern auch das perfekte Liebespaar. Doch wie gut verstanden sich die beiden „Dirty Dancing“-Stars hinter den Kulissen wirklich? Wir klären die Wahrheit über ihre Beziehung zueinander.

Tatsächlich wurde in der Dokumentation „Dirty Dancing – Der Fluch des Erfolgs“ vor einigen Jahren bekannt, dass Jennifer Grey und Patrick Swayze nicht sehr gut miteinander auskamen. Die Darsteller von „Johnny“ und „Baby“ standen bereits 1984 für „Die rote Flut“ gemeinsam vor der Kamera und konnten da schon keinen gemeinsamen Nenner finden.

Die beiden spielten nicht nur in „Dirty Dancing“ zwei unterschiedliche Charaktere. Auch privat waren sie so ziemlich das Gegenteil voneinander. So fand der acht Jahre ältere Patrick Swayze Jennifer Grey immer zu jung und naiv. Er hingegen sei von Ehrgeiz durchtrieben und sie gingen sich gegenseitig auf die Nerven.

Jennifer Grey und Patrick Swayze waren das Gegenteil voneinander

Im Interview mit dem „Hollywood Reporter“ beschrieb Jennifer Grey ihre Differenzen so: „Seine Furchtlosigkeit zusammen mit meiner Ängstlichkeit war wie eine Ehe mit zwei Gegensätzen. Er hat alles gemacht und ich hatte bei allem Angst, es zu tun.“ Patrick Swayze sprach hingegen in seiner Biografie „The Time of My Life“ offen darüber, was ihm an seinem Co-Star nicht gefiel: „Sie schien besonders emotional zu sein, brach in Tränen aus, wenn sie jemand kritisiert hat. Andere Male wechselte sie in alberne Stimmungen und zwang uns, Szenen nochmal und nochmal zu wiederholen, wenn sie anfing zu lachen.

Und er habe nicht allzu viel Geduld für mehrfache Wiederholungen gehabt, woran sich auch die Produzentin, Linda Gottlieb, erinnert: „Sie wirkte schwach auf ihn. Authentisch und naiv. Sie fing leicht an zu weinen, sie war emotional und er hat sich irgendwie ein bisschen über sie lustig gemacht.“ Er war ein Macho, lautete das Urteil der Produzentin.

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Jennifer Greys Charakter „Baby“ verliebte sich Hals über Kopf in „Johnny Castle“.

Jennifer Grey konnte ihren Differenzen jedoch auch etwas Positives abgewinnen. Gegenüber „ABC News“ erklärte sie, warum die Disharmonie für den Film letztendlich wohl gar nicht so schlecht gewesen sei: „Die Sache ist, dass ich glaube, dass Spannung viel heißer aussieht als einfach nur Liebe. Und ich denke, es herrschte eine sehr komplexe Dynamik zwischen Patrick und mir, die den ganzen Film lang anhielt.“ 

Ein böses Wort verlor sie nicht über ihren verstorbenen Kollegen - ganz im Gegenteil. Bei „ABC News“ erinnerte sie sich beispielsweise daran, wie er ihr die gewagten Tanzschritte beibrachte: „Er war wirklich stark und sehr beschützend und er war sehr mit dem Herzen dabei.“ Außerdem hatte die Schauspielerin noch dieses Kompliment für den „Johnny“-Darsteller parat: „Er roch richtig gut und seine Haut war wirklich schön.“

Auch wenn es nicht immer harmonisch war, herrschte auch nie böses Blut zwischen „Baby“ und „Johnny“ und die ein oder andere Sympathie war durchaus da.

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