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Carly Rae Jepsen: „Überraschenderweise mag ich es gar nicht so sehr, richtig berühmt zu sein“

Carly Rae Jepsen wurde 2012 berühmt
1. März 2020 - 15:24 Uhr / Tina Männling

Carly Rae Jepsen tourt gerade mit ihrem Album „Dedicated“. „Promipool“ hat sie getroffen und mit der Sängerin über Berühmtheit und die Angst, nur als One-Hit-Wonder angesehen zu werden, gesprochen. 

Als „Call Me Maybe“ 2012 zum Hit wurde, machte der Song Carly Rae Jepsen (34) zum Superstar. Es folgten Erfolge mit ihren insgesamt drei Alben, eine Zeit am Broadway im Cast von „Cinderella“ und sogar Auftritte in mehreren TV-Shows. 

Die Sängerin, die sich inzwischen musikalisch weiterentwickelt hat, sprach mit „Promipool“ über ihre Bekanntheit und eine mögliche Karriere als Schauspielerin.  

„Promipool“: Hallo Carly, mit „Call Me Maybe“ bist du ja sozusagen über Nacht berühmt geworden... 

Carly Rae Jepsen: Ich höre das echt oft, „über Nacht berühmt“. Es ist schon lustig, weil ich mein ganzes Leben auf diesen Moment hingearbeitet habe, für mich fühlte es sich nicht an wie über Nacht. Aber natürlich, als Justin [Bieber, Anm. d. Red.] darüber getweetet hat und „Call Me Maybe“ rauskam, war ich plötzlich in Kanada bekannt. Und dann wusste auf einmal die ganze Welt, wer ich bin. Es war ein Schock und wie im Rausch und all das, was man sich vorstellt. 

Aber es war schwierig, danach weiterzukommen und herauszufinden, was davon Berühmtheit und was davon tatsächlich die Musik ist. Ich bin froh, dass ich mir damals, nach „Call Me Maybe“, Zeit für mich außerhalb des Scheinwerferlichts genommen habe und mich wieder darauf konzentriert habe, was mir wirklich wichtig ist, nämlich die Musik. 

Carly Rae Jepsen bei ihrer „Dedicated“-Tour

Hattest du damals Angst, als One-Hit-Wonder angesehen zu werden? 

Ich wusste, dass ich musikalisch mehr in petto habe. Natürlich hätte mich die Öffentlichkeit als One-Hit-Wonder sehen können, aber das hat mich auch motiviert zu zeigen, was ich noch alles kann. Und es hat mir den Mut gegeben, auch mal einen anderen Weg zu gehen. 

Bist du seit deinen Anfängen auf der Bühne selbstbewusster geworden? 

Ich glaube, das Publikum macht mich selbstbewusster. Früher habe ich mir zum Beispiel Sorgen gemacht, was ich mit meinen Händen mache, wie ich mich präsentiere, ob die Zuhörer etwas gut finden. Jetzt denke ich weniger über mich selbst nach, sondern darüber wie ich die Musik und Positivität gut rüberbringen und die Konzerte zu einer Party machen kann. Dadurch bin ich weniger nervös und mehr selbstbewusst. 

Du warst ja schon in mehreren Serien zu sehen, beispielsweise „Castle“. Möchtest du auch mal als Schauspielerin durchstarten?

Als ich klein war, wollte ich zwei Dinge werden: Schauspielerin und berühmt. Überraschenderweise mag ich es gar nicht so sehr, richtig berühmt zu sein. Bei der Schauspielerei... Ich probiere hin und wieder verschiedene Sachen aus, aber ich habe gemerkt, dass ich das Theater besser finde. Ich konnte mich bisher mit Filmkameras nicht anfreunden. Ich weiß nicht, was in Zukunft auf mich zukommt, aber gerade gibt es da keine Pläne. 

Möchtest du wieder an den Broadway zurückkehren? 

Als Schauspielerin? Vielleicht später irgendwann. Es hat richtig Spaß gemacht, „Cinderella“ zu spielen und ich wollte schon immer mal am Broadway auftreten. Aber ich würde wirklich gerne als Teil eines Teams ein Musical von Grund auf erschaffen. Ich würde gerne eines schreiben, aber das wird wahrscheinlich erst in fünf bis acht Jahren passieren, wenn überhaupt. 

Vielen Dank für das Gespräch!