König Charles III. steht offenbar vor einem sensiblen Schritt auf internationaler Bühne – und zugleich vor einer heiklen privaten Frage. Laut dem britischen „Express“ bereitet sich der Monarch auf eine Reise in die USA vor, die voraussichtlich im April stattfinden soll. Schon jetzt wird in britischen Medien diskutiert, ob der König bei diesem Anlass seinen jüngeren Sohn Prinz Harry in Kalifornien treffen wird. Harry lebt mit seiner Familie in Montecito, weit entfernt von den traditionellen Wegen des britischen Königshauses.

König Charles vor erster USA-Reise als Monarch

Der Besuch des Staatsoberhaupts wäre historisch bedeutsam: Es wäre die erste Reise eines regierenden britischen Monarchen in die Vereinigten Staaten seit dem Besuch von Königin Elisabeth II. bei US-Präsident George W. Bush im Jahr 2007. Für König Charles ist es die Chance, seine Rolle auf der weltpolitischen Bühne weiter zu festigen. Doch der offizielle Anlass der Reise dürfte damit unweigerlich von royalen Familienfragen begleitet werden.

Insider über heikle Fragen zu Prinz Harry

Royal-Experte Richard Kay, Editor at Large der „Daily Mail“, ordnet die Situation ein. „Amerikanischen Boden zu betreten, wird zwangsläufig Fragen aufwerfen, ob er seinen schwierigen Sohn Prinz Harry und dessen Kinder sehen wird, die er zuvor nur ein einziges Mal getroffen hat“, so Kay.

Er erinnert daran, dass König Charles seine Enkel Archie und Lilibet zuletzt während der Platinjubiläumsfeierlichkeiten der verstorbenen Queen im Jahr 2022 gesehen hat. Seitdem haben sich die Fronten zwischen Harry und Teilen der Familie weiter verhärtet. Ein mögliches Treffen hätte daher nicht nur private, sondern auch symbolische Bedeutung.

„Dilemma“ für den Palast

Ein PR-Insider beschreibt gegenüber „Daily Mail“ die schwierige Lage des Hofes. „Eine Einladung, seinen Vater zu treffen, wird fast sicher ein Medienereignis sein. Aber ebenso wird es eines sein, wenn er nicht eingeladen wird“, so die Quelle. „Es wird eine Geschichte sein, wenn Harry dabei ist, und es wird eine Geschichte sein, wenn er es nicht ist. Es ist ein echtes Dilemma.“ Damit steht der Palast vor einer Gratwanderung: Jede Entscheidung – ob mit oder ohne Treffen – sendet ein starkes Signal.

Kurzes Wiedersehen bei privatem Tee im Palast

Ganz ohne Kontakt sind Vater und Sohn allerdings nicht geblieben. Der Buckingham Palast bestätigte, dass König Charles und der Herzog von Sussex im September zu einem privaten Tee zusammenkamen. Der Besuch im royalen Anwesen dauerte etwa 50 Minuten. Details des Gesprächs drangen nicht an die Öffentlichkeit, doch schon die kurze Begegnung wurde als vorsichtige Annäherung gewertet.

Ob die geplante USA-Reise nun der Rahmen für ein weiteres persönliches Treffen wird, ist offen. Klar ist jedoch: Jede Bewegung innerhalb dieser Familiengeschichte wird weltweit aufmerksam registriert – und die Reise in die USA könnte zum nächsten Prüfstein für das Verhältnis von König Charles und Prinz Harry werden.