Ein privates Treffen im Juli hat die Spannungen im britischen Königshaus neu entfacht. König Charles III (77) empfing Prinz Harry (41), Herzogin Meghan (45) und ihre beiden Kinder zu einer familiären Zusammenkunft, was sofort Spekulationen über eine vorsichtige Annäherung auslöste. Dabei sind sich Vater und Sohn offenbar wieder etwas nähergekommen.

Prinz William sieht keine Basis für Vertrauen

Währenddessen scheint sich das Verhältnis zwischen Harry und seinem Bruder Prinz William (44) weiter zu verschlechtern. Im Zentrum steht nicht nur altes Misstrauen, sondern auch die Frage, wie viel Platz die Sussexes künftig noch innerhalb der Familie haben könnten.

Die Beziehung der Brüder gilt seit Jahren als schwer beschädigt. Laut kurier.at ist das zentrale Problem vor allem fehlendes Vertrauen. Zwar soll es zuletzt wieder indirekte Kommunikation über gemeinsame Freunde gegeben haben, doch von echter Entspannung kann keine Rede sein.

Ein Insider aus dem Umfeld der Brüder schilderte bereits zuvor, dass sich an Williams Haltung kaum etwas verändert habe. Gerade deshalb wird das Treffen zwischen Charles und Harry nun als heikler Moment gewertet: Es nährt Hoffnungen auf Versöhnung innerhalb der Familie, lässt den Konflikt zwischen den Söhnen des Königs aber umso schärfer hervortreten.

Charles' Privattreffen verärgert den Thronfolger

Besonders brisant ist, dass William über die private Audienz seines Vaters mit Harry und dessen Familie verärgert gewesen sein soll. Hinzu kommt ein weiterer Punkt, der ihn getroffen haben dürfte: Harry soll bedauert haben, dass seine Kinder ihre Cousins, also Williams drei Kinder, nicht kennen.

Aus Williams Umfeld heißt es sogar, er habe darauf mit einer klaren Warnung reagiert. „Das wird Konsequenzen haben“, soll William gesagt haben. Damit wird deutlich, wie empfindlich der Prinz von Wales auf Äußerungen reagiert, die seine eigene Familie betreffen.

Invictus Games 2027 setzen William zusätzlich unter Druck

Neue Brisanz erhält die Lage durch Harrys Pläne für die Invictus Games 2027 in Birmingham. Der 41-Jährige hofft dort auf einen gemeinsamen öffentlichen Auftritt mit seinem Vater. Royal-Expertin Jennie Bond erklärte dazu.

„Es wird alles davon abhängen, ob der Palast das Gefühl hat, dass Harry und Meghan vertrauenswürdig sind – und auch davon, was William darüber denkt“, so Bond. Für William hätte ein solches Bild enorme Symbolkraft, denn ein Auftritt Seite an Seite könnte als Schritt zu neuer Nähe gelesen werden, obwohl der Bruderzwist ungelöst bleibt.

Harrys Vorwürfe belasten das Verhältnis weiter

Der tiefe Riss hat eine lange Vorgeschichte. Seit dem Rückzug von Harry und Meghan aus dem Kreis der arbeitenden Royals im Jahr 2020 folgten Interviews, eine Netflix-Dokumentation und Harrys Autobiografie „Reserve“, in der er schwere Vorwürfe gegen seine Familie erhob.

Besonders belastend waren seine Schilderungen eines Streits mit William aus dem Jahr 2019, bei dem es laut Harry sogar handgreiflich geworden sein soll. Vor diesem Hintergrund wirkt jede Annäherung an Charles fast wie ein getrennter Prozess.