Wenn heute über Lady Diana (†36) gesprochen wird, fällt oft der Begriff „Kindergärtnerin“. Ein Job, der sie volksnah und bürgerlich erscheinen ließ – perfekt für die Märchenerzählung vom einfachen Mädchen, das einen Prinzen heiratete. Doch dieser Mythos verschleiert die Wahrheit: Diana war bereits lange vor ihrer Hochzeit mit Charles eine waschechte Adelige mit Wurzeln, die tiefer reichen als die mancher Windsor-Verwandten.

Diana: Eine Kindheit im Schatten der Scheidung

Diana Frances Spencer wurde 1961 als dritte Tochter von Earl Edward John Spencer geboren. Ihre Kindheit verlief alles andere als märchenhaft: Als ihre Eltern sich scheiden ließen, wurde Diana mit nur neun Jahren auf ein exklusives Internat geschickt.

Wie „wsws.org“ berichtet, durchlebte sie eine „emotional, intellektuell und kulturell öde Kindheit“, die sie prägte. Diese frühen Verlusterfahrungen sollten sie ihr Leben lang begleiten.

Die Spencer-Dynastie: Adeliger als die Windsors

Der Stammbaum der Familie Spencer lässt sich bis ins Jahr 1469 zurückverfolgen. Damals waren die Spencers wohlhabende Schafzüchter, bis Robert Spencer 1603 von König Jakob I. (England/Schottland) zum Baron Spencer of Wormleighton und später, 1620, zum Earl of Sunderland ernannt wurde.

Die Spencer-Familie gehört zu den ältesten Adelsfamilien Englands, deren Wurzeln über die Althorp-Linie bis zu den Tudors und Plantagenets zurückreichen – eine beeindruckende Genealogie, die über Jahrhunderte hinweg mit dem englischen Königshaus verwoben war.

Lady Diana: Mehr als nur Kindergärtnerin

Die Darstellung Dianas als „einfache Kindergärtnerin“ verkürzt ihre Biografie massiv. Nach ihrem Schulabschluss arbeitete sie zunächst als Babysitterin und Tanzlehrerin, bevor sie ab Herbst 1979 bis zu ihrer Hochzeit als Kindergärtnerin tätig war, wie „Bild“ recherchierte.

Doch selbst in dieser Zeit war sie bereits Lady Diana Spencer – ihr Vater John Spencer war der 8. Earl Spencer und hatte als Kammerherr für König Georg VI. und Königin Elisabeth II. gedient.

Der Weg zur Prinzessin

Diana lernte Charles erstmals 1977 bei einer Jagd auf dem Familiensitz kennen. Am 24. Februar 1981 wurde die Verlobung des Paares offiziell bekannt gegeben, wie „Bild“ berichtete. Als Ring wählte Diana einen blauen, mit Diamanten umrandeten Saphir – denselben Ring, den heute Herzogin Kate am Finger trägt. Im Juli 1981 heirateten die beiden schließlich in der Westminster Abbey.

Hof-Dynastien im Dienst der Krone

Dianas Verbindungen zum britischen Königshaus reichten weit über ihre Ehe hinaus. Ihre Großmütter Lady Cynthia Spencer und Lady Ruth Fermoy dienten als Hofdamen der Queen Mum. Ihre Mutter Frances Roche war die Tochter des Barons Maurice Roche. Als sie 1954 Dianas Vater heiratete, war dies eine Verbindung zweier bedeutender Adelsfamilien.