König Charles III. ist am 27. April 2026 gemeinsam mit Königin Camilla in den USA gelandet – nur zwei Tage nach den Schüssen beim Korrespondentendinner in Washington. Der 77-Jährige traf am Montag auf der Joint Base Andrews in Maryland ein, bevor es weiter ins Weiße Haus ging.
Laut t-online wurden die Reisepläne nach dem Vorfall kurzfristig noch einmal überprüft. Am Ende fiel die Entscheidung für den Besuch. Damit beginnt eine viertägige Reise, die politisch heikel ist und nun stärker denn je unter Sicherheitsaspekten steht.
Washington unter Hochspannung
Der Anlass für die Nervosität ist konkret: Ein bewaffneter Mann hatte am Samstagabend versucht, in den Ballsaal eines Hotels in Washington einzudringen, in dem Donald Trump, Melania Trump und weitere Gäste an einem Dinner teilnahmen. Dabei fielen Schüsse, ein Sicherheitsbeamter wurde verletzt, der mutmaßliche Täter festgenommen.
Der Buckingham-Palast erklärte anschließend, der König werde laufend über die Entwicklungen informiert. Zugleich hieß es, Charles sei erleichtert, dass der Präsident, die First Lady und die übrigen Gäste unverletzt geblieben seien.
Camillas Brosche trägt eine klare Botschaft
Bei der Ankunft setzte das Königspaar dennoch bewusst auf Zeichen der Verbundenheit. Königin Camilla trug ein weißes Dior-Mantelkleid und dazu eine historische Brosche mit Union Jack und Stars and Stripes. Das Schmuckstück war Königin Elizabeth II. 1957 in New York überreicht worden.
Nach dem Empfang mit militärischen Ehren fuhr das Paar in einem großen Konvoi weiter zum Weißen Haus. Dort warteten Donald und Melania Trump bereits zum Empfang und zu einer Teestunde. Auch modisch fiel ein Detail auf: Charles und Trump erschienen in fast identischen dunkelblauen Anzügen mit hellblauen Akzenten.
Donald Trump lobt den König offen
Der Ton zwischen beiden Seiten war demonstrativ freundlich. Donald Trump hatte schon vor dem Treffen betont, der König werde im Weißen Haus „sehr sicher“ sein. Über Charles sagte er zudem: „Er ist ein fantastischer Mann“ und „ich kenne ihn schon seit Jahren“.
Hinter den Bildern vom höflichen Empfang steckt jedoch mehr als reine Symbolik. Die Reise findet auf Einladung des US-Präsidenten und auf Anraten der britischen Regierung statt. Gerade deshalb heißt es in diplomatischen Kreisen: „Hier gilt es einen diplomatischen Spagat zu meistern“.
Vier Tage mit großer politischer Bedeutung
Bis zum 30. April stehen in Washington, New York und Virginia weitere Termine auf dem Programm. Danach reist Camilla nach Großbritannien zurück, während Charles noch nach Bermuda weiterfliegt. Der Besuch soll die Beziehung zwischen den USA und Großbritannien stärken, obwohl es in mehreren Fragen Spannungen gibt.
Ein zusätzlicher Satz macht die Lage deutlich: Trump könne „hohe Zölle gegen Großbritannien verhängen, also sollten sie besser vorsichtig sein“. Genau deshalb wird diese Reise weit mehr sein als ein höflicher Fototermin – sie ist ein Test für Charles’ Rolle als Monarch und Diplomat.