Ein neues Enthüllungsbuch über Prinz William und Prinzessin Kate sorgt erneut für Diskussionen im britischen Königshaus. In „William and Catherine: The Intimate Inside Story“ beschreibt Royal-Experte Russell Myers, wie tief der Riss zwischen William und seinem jüngeren Bruder Prinz Harry tatsächlich geht.

Erste Auszüge, die vor der Erscheinung im März im „Mirror“ veröffentlicht wurden, zeichnen das Bild eines Thronfolgers, der um seine Familie trauert – und einer Ehefrau, die zunehmend zur stillen Beobachterin eines Dramas wird, das sie nicht mehr aufhalten kann.

William trauert um verlorene Nähe zu Harry

Laut Myers war Prinz William „zutiefst traurig“ über Harrys Entscheidung, seine royalen Pflichten niederzulegen. „Er und Harry hatten sich seit Jahren auseinandergelebt, aber nun wusste er tief in seinem Inneren, dass es kein Zurück mehr geben würde“, schreibt der Autor.

Die Brüder seien durch ihre Kindheit, den frühen Tod von Prinzessin Diana und das Aufwachsen im Rampenlicht eng verbunden gewesen. Doch diese einstige Einheit sei inzwischen „beschädigt“. Besonders schmerzlich: Demnach soll seit der Beisetzung von Königin Elisabeth II. im Jahr 2022 kein persönliches Gespräch mehr zwischen William und Harry stattgefunden haben.

Kate als „Außenseiterin“ im Bruder-Konflikt

Myers beschreibt Prinzessin Kate als „Außenseiterin“, die den schleichenden Zerfall der Beziehung zwischen William und Harry aus nächster Nähe miterlebte. Anfangs habe die heutige Princess of Wales versucht, zu vermitteln und die Brüder wieder einander anzunähern. Doch mit der Zeit sei ihr klar geworden, dass ihre Möglichkeiten begrenzt waren.

Schließlich habe sie akzeptiert, dass sie „nichts mehr tun könne“, um die beiden zu versöhnen. Diese Erkenntnis traf sie laut Buch in einer Phase, in der die Spannungen innerhalb der Familie immer stärker wurden.

Kates Sicht auf Harry und Meghan

Brisant sind auch die geschilderten Einschätzungen Kates zu Harry und Herzogin Meghan. Dem Autor zufolge soll Kate überzeugt gewesen sein, dass das Paar eine „Agenda“ verfolge, die nicht mehr zu den Werten passte, die William und sie nach ihrer Hochzeit 2011 repräsentieren wollten.

Ihr Verhalten sei zunehmend „schwierig“ geworden und habe sich von den traditionellen Vorstellungen des Königshauses entfernt. Außerdem habe Kate wahrgenommen, dass Harry und Meghan von Bitterkeit geprägt gewesen seien – vor allem darüber, sich an Protokolle und die strenge Rangordnung innerhalb der Monarchie halten zu müssen.

Konflikt ohne Ausweg

Zentral ist im Buch die Darstellung des alten Prinzrollen-Konflikts: Thronfolger und „Reserve“. Kate soll demnach geglaubt haben, dass genau diese Konstellation Harrys Abschied letztlich unausweichlich machte. Harry habe „mehr von seiner Rolle gewollt, als nur eine Nebenfigur zu sein“, fasst Myers zusammen.

Anfangs habe Kate Meghan noch unterstützt, ihr beim Einstieg in das Leben im Palast helfen und sie integrieren wollen. Doch mit zunehmender Medienhetze gegen das Paar und wachsenden Differenzen zur Familie sei die Lage eskaliert. Am Ende stand der Schritt nach Kalifornien – und eine familiäre Distanz, die bis heute anhält.