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„Unter uns“-Lars Steinhöfel: Darum hatte er Sorgen, eine schwule Rolle zu spielen

Lars Steinhöfel spielt bei „Unter uns“ „Easy“
3. Dezember 2020 - 17:30 Uhr / Tina Männling

Schon seit 15 Jahren ist Lars Steinhöfel bei „Unter uns“ als „Easy“ zu sehen. Erst vor wenigen Jahren wurde Lars’ Rolle als homosexuell umgeschrieben, was dem Schauspieler anfangs Sorgen bereitete. 

Die Serie „Unter uns“ hat ihre 6500. Folge ausgestrahlt. Darüber freut sich auch Lars Steinhöfel (34), der seit 15 Jahren „Easy“ spielt. Sein Charakter „Easy“ heiratete erst im vergangenen Jahr seinen Freund „Ringo“.  

Im Interview mit „Promipool“ erklärt Lars Steinhöfel, weshalb er sich zunächst Sorgen machte, als seine Figur „Easy“ als schwul umgeschrieben wurde.   

„Promipool“: „Unter uns“ feiert seine 6500. Folge. Wie fühlt sich das an? 

Lars Steinhöfel: Toll! Ich bin kurz vor der 2600. Folge reingekommen, also bin ich schon fast seit 4000 Folgen dabei. Man kriegt das gar nicht so wirklich mit, wie viele Folgen wir schon gedreht haben. Man spielt viele Geschichten, es gibt immer wieder neue Leute und auch Abschiede. Ich bin schon über 15 Jahre bei „Unter uns“, das ist fast mein halbes Leben. Das ist schon eine Hausnummer! 

Wurde das Jubiläum auch gefeiert? 

Das 25-jährige Jubiläum haben wir groß gefeiert, aber dieses Jahr gab es Corona-bedingt natürlich nichts. 

Was hat sich in den 15 Jahren für dich verändert? 

Ich bin erwachsener und ruhiger geworden. Ich habe jetzt einen Partner an meiner Seite und einen Hund und wir planen für die Zukunft. Geschichtlich hat sich für mich nichts geändert, außer dass meine Rolle vor vier Jahren homosexuell umgeschrieben wurde, das war gut. Die Leute haben es auch gut aufgenommen, es hat sich super in die Serie integriert und wir sind jetzt als homosexuelles Paar ein fester Bestandteil einer täglichen Serie. Das ist für mich wichtig, weil ich weiß, dass das immer noch nicht selbstverständlich ist. 

Was hast du damals gedacht, als deine Rolle umgeschrieben wurde? 

Erstmal habe ich gedacht: Oje. Man hat ja sein Privatleben und trennt die Arbeit davon ab. Ich hatte Sorgen, wenn meine Rolle auch homosexuell ist, dass sich da zu viel vermischt. Aber ich glaube, ich habe einen guten Weg gefunden. 

Was hat dir bisher bei „Unter uns“ am besten gefallen? 

Natürlich waren die Einstiegsjahre super, weil alles neu war. Da hatte man noch eine Clique um sich herum und eine Art Sommerhaus am See. Das war immer schön. Diese Zeit war toll. Doch es gibt was Neues, ich lasse mich da gerne überraschen. Langweilig ist uns nicht! Aber ich mag vor allem unseren Zusammenhalt, gerade auch jetzt, in dieser schwierigen Zeit. 

Mit „Easy“ hast du eine gute Figur. Hättest du auch mal Lust, jemand bösen zu spielen? 

Ich hätte schon mal Lust, einen Fiesling zu spielen. Einen egoistischen Exzentriker. „Easy“ macht sein Leben immer von anderen Leuten abhängig. Er sucht sein Glück immer in einem Partner oder der Familie. Mal eine Rolle zu spielen, die ganz anders ist, reizt doch jeden Schauspieler. (lacht) 

Vielen Dank für das Gespräch!