Der Sieg von Musiker Gil Ofarim bei „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ sorgt auch nach dem Finale für intensive Diskussionen. Während viele Zuschauer den neuen Dschungelkönig feiern, melden sich nun seine engsten Mitstreiter aus dem Camp zu Wort – und zeichnen ein zwiespältiges Bild.
Die Zweitplatzierte Samira und Dritter Hubert Fella sprechen über ihre Eindrücke und inneren Konflikte. Im Mittelpunkt steht dabei weniger Gils Leistung in den Prüfungen, sondern vielmehr der Umgang mit dem Skandal, der ihn bereits vor dem Einzug in die Show begleitet hatte.
Samira ringt mit ihrem Bild von Gil
Für Reality-Star Samira Yavuz bleibt nach dem Dschungelcamp ein fader Beigeschmack. Der Druck im Camp sei enorm gewesen, vor allem wegen der Debatten um Gil. „Der Gegenwind gegen Gil war extrem stark. Man hat ihn immer mit diesem Skandal in Verbindung gebracht“, sagt sie laut „Bild“. Besonders belastend war für sie, dass von Gil keine klare Erklärung kam: „Ich habe irgendwann eine Entschuldigung, eine Erklärung, irgendwas erwartet, aber es kam nichts. Es wurde totgeschwiegen.“
„Lieber Kerl“ im Camp, negatives Bild draußen
Vor allem der Unterschied zwischen dem Bild, das Gil im Camp abgab und dem, was außen von ihm herrscht, brachte Samira in einen inneren Konflikt. „Da ist dieser liebe, nette Kerl, den man kennenlernt, und gleichzeitig dieses Negative. Ich habe mich oft gefragt: Wie passt das zusammen?“, so die Zweitplatzierte weiter.
Sie betont, dass sie Gil nach 17 Tagen im Dschungel gar nicht wirklich kennen könne: „Ich kann Gil nicht durchschauen. Wie soll ich das auch nach 17 Tagen Camp? Ich kenne ihn nicht privat.“ Für sie ist klar, dass kein anderes Thema die Gruppe so stark belastet hat wie die Frage, wie man mit Gil und seiner Vorgeschichte umgehen soll.
Diskussionen im Camp zehren an den Nerven
Samira beschreibt, wie sehr die ständigen Überlegungen und Gespräche an den Kräften der Camper gezogen haben. „Ich glaube tatsächlich, dass Gil die größte Herausforderung für alle Camper war“, erklärt sie. Immer wieder sei es um dieselben Fragen gegangen: „Wie geht man mit ihm um? Spricht man das Thema an? Lässt man es? Sagt er was oder sagt er nichts?“
Diese Unsicherheit habe die Stimmung im Camp geprägt und die Nerven aller Beteiligten strapaziert. Die Dschungel-Prinzessin macht deutlich, dass für sie weniger die Prüfungen als vielmehr diese moralische und emotionale Belastung im Vordergrund stand.
Hubert Fella verteidigt Gil, übt aber Kritik
Die Einschätzung von Dschungel-Drittem Hubert Fella ist etwas positiver. „Ich finde es super, dass Gil Dschungelkönig geworden ist. Ich gönne ihm das von ganzem Herzen“, so Fella laut „Bild“. Für ihn sei Gil immer nett und höflich gewesen: Er habe ihm wegen seines kaputten Knies immer wieder die Hand gereicht und Unterstützung angeboten.
Gils Schweigen zum Davidstern-Skandal, akzeptierte Hubert – auch, weil Gil ihm von einer Verschwiegenheitserklärung berichtete. Trotzdem bleibt für ihn ein Kritikpunkt: Er bemängelt, dass Gil sich nicht direkt bei dem betroffenen Mann entschuldigt habe und meint: „Hätte er sich klar entschuldigt, wäre das Thema längst durch. So läuft er weiter mit diesem dicken Rucksack herum.“