Das große Wiedersehen nach „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ sollte eigentlich Erinnerungen an Lagerfeuer-Momente und Prüfungen wecken, doch für Musiker Gil Ofarim wurde es zu einem besonders heiklen Abend.

Einige Tage nach dem Finale trafen die ehemaligen Camp-Bewohner erneut aufeinander – diesmal mit dem Wissen um alle ausgestrahlten Szenen. Statt harmonischer Rückblicke dominierten kritische Fragen und spürbare Spannungen. Vor allem ein Moment sorgte für eine neue Dynamik: ein internes Voting der Mitcamper, bei dem sie ihren persönlichen Dschungelkönig bestimmen sollten, stellte das offizielle Ergebnis der TV-Zuschauer komplett auf den Kopf.

Camper-Voting: Hubert Fella vor Samira Yavuz, Gil ganz hinten

Für viel Zündstoff sorgte das anonyme Voting der Ex-Bewohner. Die Promis sollten unabhängig vom offiziellen Ergebnis ihren eigenen Sieger küren. Dabei setzte sich Reality-Star Hubert Fella durch, auf Platz zwei landete Samira Yavuz. Ausgerechnet der offizielle Dschungelkönig Ofarim kam in dieser internen Abstimmung auf den letzten Rang.

Dieser Ausgang wirkte wie ein deutliches Signal aus der Gruppe und zeigte, wie sehr der Rückhalt für ihn innerhalb des Camps geschwunden ist. Das Format nutzte damit zum Abschluss noch einmal gezielt die Dynamik zwischen den Teilnehmenden.

Fans diskutieren heftig über Umgang mit Gil Ofarim

Parallel zur Ausstrahlung der Wiedersehens-Show lieferten sich die Fans auf dem Instagram-Kanal von IBES eine hitzige Debatte. Besonders das Camper-Voting und der Umgang mit Ofarim standen im Fokus. „Ich liebe das Camper-Voting!“, jubelte eine Nutzerin. Eine andere sprach dagegen von „einer unverschämten Abstimmung von den Campern“.

Wieder eine andere Userin kritisierte, Ofarim werde „vorgeführt“„schlimm ist das!“ Zudem wunderte sich ein Fan darüber, dass der Sieger der Staffel „so wenig gezeigt“ werde. Die Community zeigte sich damit so gespalten wie selten zuvor bei einer Staffel.

RTL setzt beim Nachspiel gezielt auf Konfliktpotenzial

Die Frage, warum nach dem großen Finale überhaupt noch ein zusätzliches Voting der Promis nötig ist, wurde in den Kommentaren ebenfalls gestellt. Die Antwort liegt nahe: Zum Abschluss wollte der Sender offenbar bewusst noch einmal Konfliktpotenzial erzeugen. Ofarim hatte das Voting des TV-Publikums Anfang Februar mit deutlichem Abstand gewonnen, zählt aber gleichzeitig zu den umstrittensten Teilnehmern in der Geschichte der Show.

Das Nachspiel machte deutlich, wie weit die Wahrnehmung zwischen Publikum und Mitcampern auseinandergehen kann – und wie stark ein einziges Voting die Stimmung rund um einen frisch gekrönten Dschungelkönig verändern kann.

Jan Köppen stellt Gil Ofarim im Nachspiel zur Rede

Moderator Jan Köppen sorgte in der Sendung ebenfalls für Aufsehen: Er ließ beim Nachspiel nicht locker und konfrontierte den Dschungelkönig direkt. Immer wieder hatte Ofarim im Camp auf eine angebliche Verschwiegenheitserklärung verwiesen, tatsächlich handelt es sich jedoch um eine Unterlassungserklärung. Köppen räumte ein, dass RTL Fehler gemacht habe, weil Aussagen wie Ofarims Behauptung, er sei „freigesprochen“ worden, nicht klarer eingeordnet worden seien.

In der Sendung gab der Musiker zu, er habe sich juristisch „nicht richtig ausgedrückt“. Als Köppen erneut nach einer Stellungnahme zu den Aussagen des Hotelmitarbeiters fragte, blockte Ofarim ab und betonte, er dürfe dazu nichts sagen.