Eine feste Rolle in „Die Rosenheim-Cops“ gilt für viele Schauspieler als großer Karriereschritt. Die ZDF-Serie erreicht seit Jahren ein breites Publikum, und mehrere Darsteller wurden dadurch weit über das Genre hinaus bekannt. Igor Jeftic hat geschildert, wie fordernd der Arbeitsalltag hinter den Kulissen tatsächlich ist.
Im Mittelpunkt stehen nicht nur lange Drehtage, sondern auch schnelle Wechsel zwischen Szenen, Kostümen und Texten. Der 54-Jährige spielt seit vielen Jahren Kriminalhauptkommissar Sven Hansen und steht auch in der nächsten Staffel wieder vor der Kamera.
Igor Jeftic beschreibt Szenenwechsel vor dem Kommissariat
Bei den Dreharbeiten werden an einem Ort oft mehrere Szenen für verschiedene Folgen nacheinander produziert. Genau das schilderte der Schauspieler in der Doku „Rosenheim-Cops Backstage“. „Heute drehen wir vor dem Kommissariat ziemlich viele Szenen querbeet durch die ganzen Bücher, die wir gerade drehen. Es ist ein ziemliches Hin- und Herschalten“, so Igor Jeftic.
Für die Darsteller bedeutet das ständiges Umstellen. Dazu kommen wiederholte Kostümwechsel und kurze Phasen, in denen Maske und Textarbeit parallel laufen. „Es ist lästig, gehört aber dazu“, erklärte der Schauspieler.
Hitze im Studio macht Innenaufnahmen anstrengend
Besonders belastend werden Drehs im Studio, wenn starke Beleuchtung und hohe Temperaturen zusammenkommen. In den Kulissen kann es im Sommer auf mehr als 30 Grad steigen, obwohl die Schauspieler in manchen Szenen dicke Kleidung tragen.
Jeftic läuft dort nach eigenen Angaben mit einem Fächer durch die Gänge, damit das Make-up nicht verläuft. Für Außenstehende wirke das mitunter seltsam. Der wahre Kraftakt liegt für ihn aber darin, sich die Hitze nicht anmerken zu lassen: „Man muss halt so tun, als wäre nix. Das ist eigentlich das Anstrengende – als wäre es nicht heiß. Das ist das Hauptschauspiel hier.“
Frühe Arbeitszeiten bleiben für den 54-Jährigen schwer
Neben der Hitze belasten ihn auch die Tagesabläufe am Set. In einem früheren Interview mit der Abendzeitung sagte Jeftic, dass frühes Aufstehen für ihn bis heute schwierig geblieben sei: „Eine Grausamkeit ist das sehr frühe Aufstehen tagtäglich, noch weit vor Sonnenaufgang“, so Jeftic.
Obwohl er bereits seit 17 Jahren für die Serie arbeitet, habe sich daran nichts geändert. Auch das Abschalten falle während laufender Dreharbeiten schwer. Für eine solche Langstrecke müsse man sich die Kräfte gut einteilen, hieß es von ihm im Gespräch.
Feste Serienrolle bringt Sicherheit und Grenzen
Trotz der Belastung sieht der gebürtige Serbe auch klare Vorteile in seiner Rolle. Eine erfolgreiche Serie bietet finanzielle Sicherheit und einen festen Platz im TV-Programm. Gleichzeitig schränken die engen Drehpläne jedoch andere Engagements ein, weil sich Termine überschneiden können.
Diese Erfahrung machte Jeftic nach eigenen Angaben mehrfach. Er zweifelte deshalb manchmal an seiner Berufswahl, betonte aber auch die positiven Seiten des Jobs. Vor allem die familiäre Atmosphäre am Set zählt für ihn dazu. In der Doku macht er klar: „Ein Leben ohne 'Die Rosenheim-Cops' ist möglich, aber eigentlich kaum noch vorstellbar und wahrscheinlich ganz anders.“