Eingefleischte Fans der beliebten ZDF-Show „Bares für Rares“ kennen Wolfgang Pauritsch (54) seit der ersten Staffel 2013. Der gebürtige Innsbrucker, geboren am 13. Februar 1972, sitzt stets in der Mitte der Händlerrunde – weil er „der Ruhigste“ ist, wie er selbst erklärt. Seine Erfahrung als Auktionator hilft ihm dabei, gelassen zu bleiben.

Ein Laden voller Schätze in Oberstaufen

Wolfgang Pauritschs Laden findet man in Oberstaufen im Allgäu. Seit 1996 führt er dort zusammen mit der Diamantgutachterin Andrea Häring-Horn das Antony's Kunst & Auktionshaus. Wie „suedkurier.de“ beschreibt, erwarten Besucher überall hohe gläserne Vitrinen voller Schätze: Porzellanfiguren, Bronzeplastiken, alte Uhren und goldene Spiegel reihen sich dicht an dicht. Schmuck, Tafelsilber und Gemälde machen das Sortiment komplett.

Allein von außen ist das alte Gebäude schon wunderschön anzusehen. Pauritsch und seine Kollegin führen das Auktionshaus mit „viel Kompetenz und Sachverstand“, wie sie auf ihrer Website betonen. Hier dürfte für jeden Kunstliebhaber etwas dabei sein – besonders für Fans von Kunst, historischen Stücken und Freimaurer-Objekten, auf die sich der Händler spezialisiert hat.

Vom Wachmann zum TV-Star

Der Weg zum erfolgreichen Antiquitätenhändler war für Wolfgang Pauritsch alles andere als geradlinig. Laut „intouch.wunderweib.de“ arbeitete er zuvor als Chauffeur, Schlosser, Installateur, Hundeführer, Detektiv und Wachmann. Seine TV-Karriere begann durch puren Zufall: Ein ZDF-Mitarbeiter entdeckte ihn bei einer Auktion in Freiburg und sprach ihn für die geplante Sendung an.

Auch seine Karriere als Auktionator startete unerwartet. Bei einer Teppichversteigerung in München fiel der eigentliche Auktionator krankheitsbedingt aus. Pauritsch sprang kurzerhand ein und versteigerte seinen ersten Teppich – als Wachmann. Der Erfolg war so durchschlagend, dass er direkt einen Vertrag als Auktionator erhielt. 2007 wurde er offiziell zum vereidigten Auktionator ernannt.

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Privatleben des Händlers

Wolfgang Pauritsch ist mit seiner Frau Rebecca verheiratet, das Paar hat keine Kinder. Der 54-Jährige wuchs unter einfachen Verhältnissen bei seinen Großeltern in der Südsteiermark auf. „Meine Großeltern haben in einem 2-Zimmer-Apartment gelebt, das Klo war im Freien, da war auch kein fließendes Wasser“, erinnerte er sich im Gespräch mit „Stern“.

Nicht jeder Kauf ein Erfolg

Auch dem erfahrenen Händler unterlaufen Fehlkäufe. Eine Bronzestatue kostete ihn 1350 Euro – erst später bemerkte er die Beschädigungen, die das Verkäuferpaar verschwiegen hatte. „Das ist Lehrgeld, das wir Händler immer mal wieder bezahlen“, sagte Pauritsch laut „Stern“. Mit Hilfe eines Schmieds reparierte er die Figur aufwendig selbst und konnte sie schließlich mit Gewinn weiterverkaufen.