Nach dem Aus von Kim Virginia Grey bei „Promi Big Brother“ kam es in der „Late Night Show“ zum direkten Aufeinandertreffen mit Mike und Leyla Heiter. Dort ging es schnell um alte Konflikte und auch um die öffentlich diskutierte Schwangerschaft. Moderator Jochen Bendel griff in der Sendung ein und stoppte die Situation.
Genau das verärgerte anschließend viele Zuschauer, die auf eine längere Aussprache gewartet hatten. Nun hat der 58-Jährige seine Entscheidung in einem Instagram-Video selbst erklärt und dabei auch beschrieben, wie sehr ihn die Ausgabe noch beschäftigt hat.
Jochen Bendel sprach von einer gekippten Situation
In seinem Video sagte der Moderator, die Sendung habe ihn „echt aufgewühlt“ und beschäftige ihn weiter. Seine Begründung fiel klar aus: „Ich hab eingegriffen, weil ich gemerkt hab, dass das Gespräch am Kippen ist. Mehrere Menschen gegen eine Person, da hab ich keinen Bock drauf und da muss ich als Gastgeber ganz klar auch mal 'ne Grenze setzen“, so Jochen Bendel.
Er betonte zugleich, es gehe ihm nicht darum, kritische Fragen grundsätzlich zu vermeiden. In schwierigen Gesprächen solle niemand das Gefühl bekommen, sich allein gegen alle verteidigen zu müssen.
Kim Virginia Grey kam direkt aus der Isolation
Bendel verwies auch auf die konkrete Lage von Kim Virginia Grey in diesem Moment. Sie habe gerade zehn Tage Isolation hinter sich gehabt, kaum gewusst, was in der Zwischenzeit passiert war, und vor ihm komplett überfordert gewirkt. Deshalb habe er nach eigener Darstellung eingreifen müssen.
Gleichzeitig stellte er klar, dass er auch Leyla Heiters Perspektive nachvollziehen könne. Sie habe das Recht, Fragen zu stellen und Vorwürfe zu äußern, wenn sie sich verletzt, enttäuscht oder ungerecht behandelt fühle. Kritik und Zweifel seien aus seiner Sicht nicht automatisch falsch.
Zuschauer kritisierten die unterbrochene Aussprache
Unter dem Instagram-Beitrag setzte sich die Debatte fort. Mehrere Nutzer widersprachen Bendels Darstellung, es habe sich um mehrere Menschen gegen eine Person gehandelt. In den Kommentaren hieß es unter anderem, nur Leyla habe mit Kim gesprochen.
Andere fragten, ob Fragenstellen schon als Draufhauen gelte. Auch der Vorwurf tauchte mehrfach auf, Mike und Leyla Heiter seien extra eingeladen worden, hätten dann aber kaum Gelegenheit zur Aussprache bekommen. Mehrere Zuschauer schrieben, genau auf dieses Gespräch hätten sie in der Show gewartet.
Auch Zuspruch für den Moderator blieb sichtbar
Neben der Kritik bekam Bendel auch Unterstützung. Einige Nutzer lobten, dass er Grenzen gesetzt und auf einen respektvollen Umgang geachtet habe. Für Bendel selbst blieb die Linie dabei eindeutig: Wenn jemand aus seiner Sicht mit dem Rücken zur Wand steht, will er nicht zulassen, dass immer weiter auf die Person eingegangen wird.
Sein Resümee: „Wir müssen uns nicht alle mögen, wir müssen nicht immer einer Meinung sein. Kritik ist wichtig, aber Empathie eben auch, Leute.“