• Annemarie Carpendale steckte unter dem „Masked Singer“-Teddy-Kostüm
  • Besonders herausfordernd: Sie musste nach der Sendung „red.“ moderieren
  • SO hat sie den Spagat zwischen beiden Shows hinbekommen

Für die Zuschauer und alle Mitarbeiter von ProSieben war es am Samstag wohl eine besondere Überraschung, als der Teddy bei „The Masked Singer“ enttarnt wurde. Denn unter dem Kostüm steckte Moderatorin Annemarie Carpendale (44).  

Das sorgte für großes Erstaunen, schließlich hatte Annemarie bei den vergangenen „Masked Singer“-Shows immer direkt nach den Enthüllungen die Interviews mit den ausgeschiedenen Stars geführt. Wie konnte sie also so schnell zwischen ihrem Kostüm und ihrem Moderatorenjob switchen? Wir haben sie gefragt. 

„Promipool“: Hallo Annemarie, wie kam es, dass du bei „The Masked Singer“ mitgemacht hast? 

Annemarie Carpendale: Tatsächlich war das eine sehr verrückte Idee des Senders, aus der dann wirklich was geworden ist. Es sind bei ProSieben ja nur zwei Personen eingeweiht und die haben irgendwie daran geglaubt, dass wir das hinkriegen!!! Danke dafür, es war ein Riesenabenteuer! 

Wer wurde in deine Teilnahme an „The Masked Singer“ eingeweiht? 

Mein Mann, meine Maske/Styling – anders wäre es nicht umzusetzen gewesen. Und eine Schlüsselperson bei „red.“ musste es auch wissen, um die anderen in Schach zu halten. 

Wie lief das ab? 

‚Sie ist N*CKT, Du kannst da jetzt nicht rein.‘ ‚Sie ist gerade Kuchen essen.‘ ‚Sie weiß noch nicht, ob und wann sie heute verkabelt werden möchte.‘ ‚Sie möchte sich heute auch für die Proben schon schminken lassen.‘ – um nur ein paar der Ausreden zu zitieren, mit denen die ganz wenigen Eingeweihten jongliert haben. Ich war teilweise sehr lange ‚n*ckt‘ und ‚Kuchen essen‘. (lacht) 

Sogar Regie, Ton und Co. wussten nicht Bescheid. Es ging so weit, dass Haarteile und Klamotten auf dem Sofa so drapiert wurden, dass spontan hereinplatzende Menschen denken sollten, ich mach eine Schlafpause auf dem Sofa.  

Wahnsinn! Wie haben deine Kollegen die Enthüllung dann aufgenommen? 

Wir haben uns gestern Abend gemeinsam im Team über die absurdesten Ausreden erstmal gemeinsam schlapp gelacht.... und es gab Videos von den Redakteuren, wie sie es live vorm Fernseher erfahren haben - mega Gesichtsentgleisung inklusive. 

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Wie schwierig war es, direkt im Anschluss an die Shows immer gleich „red.“ zu moderieren? 

Also das war schon eine Riesen-Herausforderung – vor allem für meine arme Make-Up-Artistin, sie hatte manchmal nur sechs Minuten Zeit, wenn ich vorher zum Zittern noch als Teddy auf der Bühne war. Inhaltlich ist es ja so, dass wir ja auch im normalen „red.“-Leben nie vorher wissen, WER unter der Maske steckt und somit unsere Vorbereitungszeit somit eh minimal ist, nämlich von dem Zeitpunkt an, an dem die Demaskierung stattfindet.  

Dieses Mal war es nur so, dass ich nicht mal in diesen drei Minuten einen Kopf dafür hatte. Aber dafür bin ich auf einer Adrenalin-Welle daher geritten, das ging dann schon irgendwie trotzdem ganz gut durch, zumal ich ja viel besser mit den ausgeschiedenen Masken mitfühlen konnte – nur genau das durfte ich mir Naturliebhaber nicht anmerken lassen. 

Warum wurde dann nicht einfach Viviane Geppert als „red.“-Moderatorin eingesetzt? 

Weil es dann ja viel zu einfach gewesen wäre für den Zuschauer – genau DAS war ja die extra Challenge, die wir angenommen hatten. Und: Terminlich hatte es sich genau so ergeben: Vivi konnte zum Beispiel relativ spontan die erste Show nicht.... da haben wir gedacht: Cool, das ist jetzt Schicksal, lass uns gleich in der ersten Show richtig Gas geben. Wer weiß, wie lange ich überhaupt dabei bin. 

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Hat dich trotzdem jemand erkannt und wurdest du mal darauf angesprochen, der Teddy zu sein? 

Wochenlang GAR nicht! Nicht mal, als aufkam, dass der Teddy Corona hat. Meine Mädels sind am Tag vor dem Halbfinale draufgekommen, als sie online auf irgendeinen Artikel dazu gestoßen sind. Ich bin froh, dass ich sie nicht vier Wochen lang anlügen musste, da mich einfach KEINER drauf angesprochen hat. Gott sei Dank. Ich brauchte halt nur immer Ausreden für das viele Reisen, aber das habe ich noch gerade so hingekriegt. 

Welcher Maske drückst zu im Finale die Daumen? 

Das ist ein bisschen so, als ob man eine Mama fragt, welches Ihr Lieblingskind ist – wir sind einfach alle so zusammengewachsen, ohne dass wir wissen, wer wer ist.... mit jedem hat man so seine eigene kleine (Liebes-)Geschichte. Mopsi ist mir aber besonders ans Herz gewachsen.  

Vielen Dank für das Gespräch!