Topmodel Heidi Klum lebt seit vielen Jahren in Los Angeles und steht kurz vor dem Finale einer weiteren Staffel von „Germany’s Next Topmodel“. Im Gespräch über ihren Weg vom Nachwuchsmodel in New York zur internationalen Größe wurde vor allem eines deutlich: Klum zieht klare Grenzen und formuliert ihre Haltung heute sehr direkt. Dabei geht es auch um Donald Trump.

Heidi Klum kritisiert Trumps Eignung als Präsident

Besonders deutlich wurde Heidi Klum bei ihrer Einschätzung des US-Präsidenten. Zur Frage, was sie nach seinem Wahlsieg dachte, sagte sie dem „Zeit Magazin“: „Ich finde es schon wichtig bei so einem Job, in dem man über so viele Menschen entscheidet, das auch gelernt zu haben. Das sollte eigentlich überall so sein.“

Damit machte sie klar, dass sie politische Erfahrung und fachliche Kompetenz für unverzichtbar hält. Als Vergleich verwies sie auch auf Deutschland, wo politische Spitzenämter aus ihrer Sicht stärker an einen entsprechenden Werdegang geknüpft seien.

Heidi Klum zieht drastischen Vergleich mit einem Chirurgen

Seine Kritik formulierte das Model noch schärfer: „Das ist wie bei einem Arzt, der ja auch ein langes Studium machen muss, bevor er dir den Kopf aufschneidet und in deinem Gehirn rumbastelt“, so Heidi Klum.

Zugleich ordnete sie ein, dass Trumps Erfolg in den USA für sie nicht völlig unerwartet kam, weil es dort schon Präsidenten mit Hintergrund in der Unterhaltungsbranche gegeben habe. In Europa und besonders in Deutschland sehe sie jedoch andere Maßstäbe. Als Beispiel nannte sie Angela Merkel und deren lange politische Laufbahn vor dem Kanzleramt.

Heidi Klum war Gast auf Trumps Hochzeit

Die Verbindung zwischen Heidi Klum und Donald Trump reicht weit zurück. Kennengelernt haben sich beide am Set des Films „Studio 54“. Danach sind wir uns immer mal wieder auf Events begegnet“, so Heidi.

Sie war sogar Gast auf der Hochzeit von Donald und Melania Trump. Der Grund lag in ihrem damaligen Ehemann Ric Pipino, der für Melanias Frisur zuständig war. Rückblickend beschrieb Heidi diese Zeit so: „Er war einfach Donald, ein lustiger Typ. Jeder kannte ihn in New York.”

Heidi Klum spricht auch über Harvey Weinstein

Im Interview ging es außerdem um Harvey Weinstein, der als Produzent von „Project Runway“ lange Teil ihres beruflichen Umfelds war. Die später öffentlich gewordenen Vorwürfe gegen ihn hätten sie „sehr schockiert“, erklärte Heidi Klum.

Sie sprach auch darüber, selbst grenzwertige Situationen erlebt zu haben, aber bewusst Abstand zu privaten Treffen und Partys gehalten zu haben. Stattdessen habe sie ihrer Agentur klargemacht, dass berufliche Termine tagsüber im Büro stattfinden sollten. Rückblickend sieht sie diesen Weg als richtig an und betont, stolz auf das Erreichte zu sein.