Musiker Gil Ofarim zeigt im Dschungelcamp eine neue, verletzliche Seite. Nach einem zurückhaltenden Start öffnet er sich an Tag fünf der Staffel zunehmend seinen Mitstreitern und dem Publikum. Zwischen Nachtwache und Lagerfeuer spricht der zweifache Vater über Ängste, Zweifel und seine Zukunftspläne. Rechtliche Vorgaben verhindern zwar, dass er auf den viel diskutierten Davidstern-Skandal eingeht, doch seine Gefühlswelt legt er ungewohnt klar offen. Im Dschungeltelefon beschreibt er, wie sich die Stimmung ihm gegenüber langsam verändert und wie wichtig ihm gegenseitiger Respekt im Camp geworden ist.

Gil Ofarim spürt bröckelnde Mauern im Camp

War Ofarim zunächst eher distanziert, schildert er nun, dass sich die Atmosphäre im Camp wandelt. „Ich merke, manche Mauern hier im Dschungelcamp in Bezug auf mich bröckeln. Man muss mich nicht lieben, aber Respekt beiderseits ist schön“, erklärt er im Dschungeltelefon. Die Gespräche mit Schauspieler Stephen Dürr werden zunehmend persönlicher. Aus anfänglichem Smalltalk entwickelt sich ein ernstes Zwiegespräch, in dem Ofarim nachdenklich wirkt. Während er sich an die Regeln zur Verschwiegenheit hält, lässt er durchblicken, wie sehr ihn die öffentliche Debatte der vergangenen Jahre geprägt hat.

Große Sorgen um seine Kinder

Besonders emotional wird es, als Ofarim über seine Rolle als Vater spricht. Ihn treibt um, wie sehr seine Kinder unter der medialen Präsenz ihres Vaters leiden könnten. „Ich habe sehr viele Ängste in Bezug auf meine Kinder. Wenn überall das Gesicht deines Vaters zu sehen ist und dann stehen fürchterliche Sachen über mich… Das ist nicht okay“, sagt er im Dschungeltelefon. Er betont, wie stark er seine Kinder schützen wolle und dass diese die oft harten Schlagzeilen nicht einordnen könnten. Die Vorstellung, dass sie in der Schule mit spitzen Kommentaren konfrontiert werden, belastet ihn sichtbar.

Kritik von Stephen Dürr an Gils Teilnahme

Während Ofarim auf Verständnis hofft, zeigt sich Stephen Dürr im Dschungeltelefon skeptisch. Für den Schauspieler wiegt das, was vor dem Camp passiert ist, weiterhin schwer. „Nach der ganzen Story… Es war ein weltweites Thema und hat einige Menschen in massive Schwierigkeiten gebracht“, so Dürr. Er vermisst klare Zeichen der Läuterung und stellt offen die Frage, welche Reaktion Ofarim sich von der Teilnahme an der Show erhofft. Gerade das Format sei dafür bekannt, starke Emotionen und ehrliche Momente hervorzubringen.

Gil Ofarims Plan: Neuanfang und Rückkehr auf die Bühne

Trotz der Kritik sieht Ofarim seinen Aufenthalt im Camp als Chance, ein Kapitel abzuschließen und ein neues zu beginnen. „Meine Teilnahme hier ist kontrovers. Man muss heutzutage so aufpassen, was man sagt, man wird schnell gecancelt“, erklärt er. Gleichzeitig spricht er von einer Art Mission: „Ich bin unter anderem hier, um noch etwas zu erledigen, was ich zu machen habe. Ich starte einen Neuanfang. Das kann es nicht gewesen sein.“ Im Dschungeltelefon zeichnet er ein klares Bild seiner Zukunft – in einem Jahr will er wieder mit seiner Band auf der Bühne stehen, die er nach eigenen Worten sehr vermisst.