Johanna Graen (36) steht als Fanny in „Sturm der Liebe“ im Zentrum der aktuellen Staffel. Neben viel Zuspruch erlebt die Schauspielerin aber auch eine belastende Seite der Öffentlichkeit. Im Netz kursieren seit Monaten KI-generierte Falschmeldungen über ihre Person, darunter Berichte über einen angeblichen Skiunfall, ihren Tod und eine Schwangerschaft.

Im Interview mit Joyn spricht sie darüber, wie sie davon erfahren hat und warum sie ihre Community immer wieder vor solchen Inhalten warnt. 

„Sturm der Liebe“-Johanna Graen erfuhr über Bekannte davon

Weil sie auf Facebook nach eigenen Angaben kaum aktiv ist, bemerkte sie die ersten Fakes zunächst nicht selbst. Eine Bekannte sprach den „Sturm der Liebe“-Star darauf an, ob sie sich im Urlaub das Knie gebrochen oder das Kreuzband gerissen habe.

Erst danach stellte die Darstellerin fest, dass zahlreiche Beiträge über sie und Kolleginnen verbreitet wurden. Die Einträge tauchen seit etwa einem halben Jahr auf. Hinter den Veröffentlichungen stecken nach ihrer Darstellung Fake-Profile, die Inhalte fortlaufend in einer Fanpage zur Serie posten.

Todesposts & Schwangerschaftsbilder um „Sturm der Liebe“-Stars

Nach Johanna Graens Angaben betreffen die Fakes nicht nur sie selbst. Vor allem über ältere Kolleginnen und Kollegen würden immer wieder Todesmeldungen verbreitet. Bei Yeliz Simsek seien zudem Beiträge rund um eine angebliche Schwangerschaft und Bilder mit einem vermeintlichen Kind aufgetaucht.

Graen nennt beide Themen besonders sensibel. Zuletzt wurde auch über sie selbst eine falsche Todesmeldung verbreitet: Ein Schwarz-Weiß-Bild auf einer Facebook-Fanpage erweckte den Eindruck, sie sei gestorben. „Man kann wegen der KI-Bilder oft nicht mehr unterscheiden, was echt ist und was nicht“, sagte Johanna Graen laut Joyn.

Johanna Graen fordert mehr Vorsicht und spricht über Grenzen

Die Schauspielerin sieht beim Thema Datenschutz ein grundsätzliches Problem. Sie sagt, theoretisch brauche es eine Art Internetpolizei für Privatpersonen und Menschen des öffentlichen Lebens, hält die Umsetzung aber für schwierig. Einen Medienanwalt einzuschalten, sei wohl möglich, bringe jedoch hohe Kosten mit sich. Falschmeldungen will sie trotzdem nicht stehen lassen.

Sie berichtet, regelmäßig Glückwünsche zu einer Schwangerschaft zu bekommen, obwohl diese Behauptung frei erfunden ist. Ihr Rat: Informationen seien mit Vorsicht zu prüfen, wenn sie nicht aus seriösen Medien stammen oder direkt von ihr kommen. Ihren Beruf in der Öffentlichkeit will sie deshalb nicht aufgeben.