Tim Mälzer erlebt in der aktuellen Folge von „Kitchen Impossible“ einen der persönlichsten Momente der jüngeren Show-Geschichte. Eigentlich tritt der Fernsehkoch erneut gegen Sternekoch Alexander Herrmann an, der ihn im vierten Versuch endlich schlagen will.

Doch schon auf Mallorca kippt die Stimmung vom harten Wettbewerb in eine sehr emotionale Richtung. Herrmann schickt seinen langjährigen Rivalen nach Alcúdia – an einen Ort, mit dem Mälzer nicht nur schöne, sondern auch schmerzhafte Erinnerungen verbindet. Dort wird schnell klar: Diese Aufgabe ist für ihn weit mehr als nur eine kulinarische Prüfung.

Tim Mälzer erinnert sich an Burnout-Zeit

Auf der Balearen-Insel spricht Mälzer offen über eine Phase, die ihn bis heute prägt. Die Gegend rund um die Olivenfarm der Familie Solivellas war für ihn während seines Burnouts ein Rückzugsort. „Ich habe hier meine Ersatzfamilie“, sagt Tim Mälzer laut RTL. Besonders schwer wiegt für ihn der Tod von Olivenbauer Pep Solivellas, dessen Beerdigung er verpasst hatte. Als dessen Sohn ihn in den Arm nimmt, brechen die Gefühle durch. Bei der Rückkehr auf die Finca sagt der Koch, es fühle sich an „wie nach Hause kommen“ – ein Satz, der die Bedeutung dieses Ortes deutlich macht.

Arroz Brut wird für Mälzer zur Herzensaufgabe

Auch die eigentliche Challenge auf Mallorca steht ganz im Zeichen dieser Erinnerungen. In der schwarzen Box wartet mit Arroz Brut ein traditionelles Gericht, dessen Aromenvielfalt und Feinheit Mälzer sofort Respekt abverlangen. Trotzdem reagiert er ungewohnt gelöst. „Ich freu mich richtig – und kotze im Strahl“, sagt der Fernsehkoch mit seinem typischen Humor. Später wird es wieder ernst: „Ich bin emotional“, so Tim Mälzer laut Bild. Dass er die Aufgabe trotz aller inneren Anspannung stark meistert, macht den Aufenthalt für ihn zu einem seltenen Moment zwischen Trauer, Dankbarkeit und Erleichterung.

Hamburger Hotel bringt die nächste Kampfansage

Vor dem Abstecher nach Mallorca muss Mälzer in Hamburg antreten – ausgerechnet im „Vier Jahreszeiten“, das er selbst als sein „Wohnzimmer“ bezeichnet. Dort wartet ein Gericht von Drei-Sterne-Koch Christoph Rüffer: Petersfisch mit Fenchel und Paprikaschaum. Mälzer nutzt die Gelegenheit sofort für eine markige Ansage.

Sollte seine Bewertung in einem bestimmten Bereich landen, wolle er Rüffer als nächsten Gegner. Er droht ihm scherzhaft sogar mit „Payback-Time“. Die Jury vergibt ihm schließlich eine solide Wertung, und die Kampfansage steht. So verbindet die Folge persönliche Tiefe mit genau jener Konkurrenz, die das Format seit Jahren trägt.

Alexander Herrmann patzt bei Knödeln und Ravioli

Für Alexander Herrmann läuft es dagegen deutlich bitterer. Mälzer schickt den fränkischen Sternekoch erst nach Coburg, wo er an traditionellen Kartoffelknödeln, den „Coburger Rutschern“, scheitert. Gerade in der eigenen Heimat ist der Druck enorm, und Herrmann weiß sofort, wie heikel die Aufgabe ist. Der Kloß gerät zu fest, die Jury straft das ab. Auf Sardinien folgt dann die nächste Hürde: Raviolo mit Tomatensoße und Brotauflauf. Falsches Mehl, falscher Käse, missglückte Pasta – Herrmann spricht selbst von einer Katastrophe. Am Ende reicht es nicht zum Sieg, während Mälzer die Folge mit einem sehr persönlichen Erfolg abschließt.