Die Musikwelt trauerte im Juli 2023 um Sinéad O'Connor. Die irische Sängerin starb mit 56 Jahren. Nachdem die Nachricht von ihrem Ableben global für Bestürzung gesorgt hatte, blieb die genaue Todesursache zunächst im Dunkeln.
Sinéad O' Connor: Todesursache bekannt
Die Polizei und ein Gerichtsmediziner waren involviert, um die Umstände ihres Todes zu klären. Die Londoner Gerichtsmedizin schaffte letztlich Klarheit.
Ein Sprecher der Gerichtsmedizin teilte dem Nachrichtenportal „TMZ“ mit, dass Sinéad O'Connor eines natürlichen Todes verstorben sei. Auf der Sterbeurkunde hieß es zudem laut „Irish Independent“, dass eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung und Asthma zu ihrem viel zu frühen Tod führten.
Die zuvor abgeschlossene Autopsie brachte keine Hinweise auf Fremdeinwirkung oder andere Todesursachen zutage.
2022 musste die Sängerin einen schlimmen Schicksalsschlag erleiden. Ihr 17-jähriger Sohn Shane nahm sich das Leben. Seither hatte die „Nothing Compares to you“-Sängerin immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen.
Eine unglaublich tragische Karriere
Sinéad O’Connor wuchs als drittes von fünf Kindern in Dublin auf. Ihre Kindheit war von Herausforderungen geprägt: Nach eigenen Angaben wurde sie von ihrer Mutter misshandelt und erlebte die Trennung ihrer Eltern, als sie acht Jahre alt war. In einem katholisch-konservativen Irland, in dem Scheidungen nicht möglich waren, musste sie bei ihrer Mutter bleiben. Ihr Vater, John Oliver „Seán“ O’Connor, war ein engagierter Kämpfer für das irische Scheidungsrecht, was Sinéad nachhaltig beeinflusste. Mit 13 Jahren zog sie zu ihrem Vater und seiner neuen Frau in die USA.
Bereits mit 15 Jahren wurde O’Connor von der Band Ton Ton Macoute entdeckt. Nach einem Umzug nach London erhielt sie 1983 einen Plattenvertrag bei Ensign Records. Ihr Debütalbum „The Lion and the Cobra“ aus dem Jahr 1987 schlug hohe Wellen in der Independent-Szene. Der weltweite Durchbruch gelang ihr 1990 mit dem Album „I Do Not Want What I Haven’t Got“. Die Single „Nothing Compares 2 U“ erreichte die Spitze der Charts in Deutschland, dem Vereinigten Königreich und den USA.
O’Connors Leben war geprägt von persönlichen Kämpfen. Sie sprach offen über psychische Probleme und unternahm 2012 einen Suizidversuch. 2018 konvertierte sie zum Islam und änderte ihren Namen in Shuhada’ Sadaqat. Trotz allem blieb sie musikalisch aktiv und veröffentlichte 2014 ihr letztes Studioalbum „I’m Not Bossy, I’m the Boss“. Ihre Beerdigung fand nach islamischem Ritus in Dublin statt.