Seit ihrer Kindheit steht Schauspielerin Ronja Forcher vor der Kamera – und ein Großteil dieses Lebens spielt sich am Set der ZDF-Serie „Der Bergdoktor“ ab. Seit 2008 verkörpert sie dort Lilli Gruber, die Tochter von TV-Arzt Dr. Martin Gruber, und ist in den Tiroler Drehorten Ellmau und Going praktisch erwachsen geworden. „Unglaublich, dass da schon so viel Zeit vergangen ist“, sagt die 29-Jährige rückblickend gegenüber Gala. Für viele Fans gehört der Start der neuen Staffel zum Jahresbeginn fest dazu, für sie selbst ist es längst ein zweites Zuhause mit ganz eigenen Ritualen geworden.
Spieleabende und Strickpausen mit Hans Sigl & Co.
Hinter den Kulissen herrscht familiäre Atmosphäre: Die meisten Darsteller wohnen während der Dreharbeiten im selben Hotel, man trifft sich abends zu gemeinsamen Runden. Besonders beliebt sind Spiele wie Kniffel oder Kartenspiele wie „7 Wonders Duel“, „Wizard“ und „Skull King“. Forcher gibt schmunzelnd zu, dass sie oft gewinne – vielleicht auch, weil sie beim Spielen ein wenig skrupellos sei. In den Drehpausen werde außerdem viel gestrickt. Sie selbst könne zwar nicht stricken, freue sich aber regelmäßig über einen neuen Schal von den Kolleginnen. Über ihren TV-Vater Hans Sigl verrät sie augenzwinkernd: „Hans sendet bei WhatsApp sehr gern Sticker.“
Vom Frühchen zum TV-Star mit starkem Familienband
Ihr Weg vor die Kamera war alles andere als selbstverständlich. Wie Bild meldet, kam Ronja Forcher als Frühchen zur Welt, viel zu leicht und schwach, ihre Mutter musste die Schwangerschaft wochenlang liegend verbringen. „Ich bin so dankbar, dass meine Eltern sich entschieden haben, mich zu bekommen – und zu behalten“, sagt sie. Eine Schlüsselfigur ist ihre Oma Heidi, eine 87-jährige Powerfrau, mit der sie sogar den Jakobsweg gegangen ist. Die Großmutter begleitete sie zu Dreharbeiten und wurde zur zweiten Mutter. Diese enge Bindung, aber auch der frühe Tod ihrer besten Freundin Sarah mit nur 13 Jahren, haben Forcher tief geprägt und ihre Sicht auf das Leben verändert.
Liebe, Routinen und Zukunftspläne abseits der Serie
Abseits der Kameras hat sich die Schauspielerin mit ihrem Mann Felix in Potsdam ein ruhiges Zuhause geschaffen. Seit vielen Jahren sind die beiden ein Paar, seit einigen Jahren verheiratet, und trotz häufiger Trennungen durch Dreharbeiten telefonieren sie täglich. „Es ist eine Entscheidung füreinander. Jeden Tag aufs Neue“, zitiert sie Gala. An freien Tagen schläft die erklärte Langschläferin gern aus, frühstückt mit Eiern, Avocado und Gemüse, macht CrossFit oder geht spazieren. Ihren 30. Geburtstag im Juni möchte sie groß feiern, vielleicht auf einem Weingut zwischen Tirol und Berlin. Kinder seien ein Thema, über das sie jedoch bewusst privat schweigen möchte – derzeit sei das gemeinsame Leben so, wie es ist, sehr erfüllend.