Influencerin und Psychologin Patrice Aminati (30) stellt sich ihrer schweren Diagnose mit bemerkenswerter Offenheit. Seit mehreren Jahren kämpft sie gegen schwarzen Hautkrebs mit Metastasen, inzwischen wird sie nur noch palliativ behandelt. Dennoch zeigt sie sich in Interviews und auf Social Media oft strahlend und berichtet ehrlich von Schmerzen, Wut und Trauer.
Patrice Aminati wünscht sich letzten Tag im Kreis der Familie
Im Interview mit „RTL Exclusiv“-Moderatorin Rebecca Mir (34) erzählt sie, wie sehr sich ihr Blick auf das Leben verändert hat und warum für sie heute vor allem kleine Gesten zählen. Auf die Frage nach ihrem Wunsch für den vielleicht letzten Tag im Leben hat Patrice Aminati eine klare, zugleich leise Antwort. Keine große Reise, kein spektakuläres Abenteuer – sondern Nähe.
„Dann würde ich gerne mit meinen Eltern auf dem Sofa sitzen. Wir würden ein Stück Kuchen essen, einen Kaffee trinken“, sagt sie im Interview. Am liebsten wäre es ein „schönes Stück Eierschecke aus Sachsen“, das sie mit ihrer Familie teilt. Dieses einfache Bild von Kaffee, Kuchen und vertrauten Menschen bedeute für sie „absolutes Glück.“
Neue Sicht auf Glück: So denkt Patrice Aminati heute
Die Jahre mit der schweren Erkrankung haben Patrice Aminati grundlegend verändert. „Du wirst durch diese Erkrankung auf das Minimum zurückgeworfen“, erklärt sie. Früher habe sie gedacht, sie brauche viel, um glücklich zu sein. Heute reichen ihr die scheinbar unspektakulären Dinge: Zeit mit ihrer Tochter, Unterstützung durch ihre Eltern, ein normaler Alltag.
Sie erzählt, sie sei zwei Wochen im Krankenhaus gewesen – mit nichts weiter als einer Zahnbürste und einem OP-Hemd. „Und ich habe gemerkt: Ich kann leben und ich kann glücklich sein.“ Materielles habe an Bedeutung verloren, Dankbarkeit sei in den Vordergrund gerückt.
Patrice Aminati sieht Tod als mögliche Erlösung
So offen, wie sie über ihr Leben spricht, redet Patrice Aminati auch über den Tod, was eigentlich ein Thema ist, das viele meiden. Eine langjährige, schwere Erkrankung könne sehr kräftezehrend sein, sagt sie. Irgendwann habe man keine Kraft mehr, dann sei „der Tod nicht immer das Allerschlimmste, was passieren kann. Es kann tatsächlich auch eine Erlösung sein.“
Mit dieser ehrlichen Einschätzung durchbricht sie ein Tabu und macht zugleich deutlich, wie realistisch sie auf ihre Situation blickt. Ihre Worte zeigen eine unglaublich starke Frau, die trotz aller Härte ihren Weg mit Klarheit, Mut und viel Liebe zu ihrer Familie geht.