Sie wurde ermordet

Opfer der Manson-Sekte: Das tragische Schicksal von Sharon Tate

Sharon Tate wurde von Charles Manson ermordet

Sharon Tate wurde am 9. August 1969 in ihrem Haus ermordet. Als Schuldige wurden einige Mitglieder der Manson-Sekte identifiziert und verurteilt. Hier erfahrt ihr die ganze Geschichte.

Im August 1969 ereigneten sich in Los Angeles sieben tragische Morde. Verantwortlich dafür war die Manson-Sekte, bestehend unter anderem aus Charles Manson, Susan Atkins, Patricia Krenwinkel und Leslie Van Houten. 225 Tage dauerte ihr Prozess, einer der längsten in den USA, der für Unmengen an Schlagzeilen sorgte.

Das war die Manson-Sekte

Unter den Opfern der Manson-Sekte war auch Sharon Tate, die als Stilikone der Sechziger galt. Vor den tragischen Ereignissen bestimmte die Hippie-Szene die Welt. Im Zuge des Vietnamkriegs demonstrierten ihre Anhänger für Frieden, Freiheit und Unabhängigkeit.

In dieser Szene hielt sich auch Charles Manson auf, der vorher schon als mehrfach vorbestrafter Kleinkrimineller und Rassist bekannt war. Er gründete eine Gruppe mit mehreren jungen Leuten, die Manson-Sekte entstand. Ihren Sitz hatten sie auf ihrer Ranch in Los Angeles.

Manson glaubte an einen „Rassenkrieg“ - zudem schwor er sich Rache, da sein Traum, ein Rockstar zu werden, nicht in Erfüllung gegangen war. Er wurde vom Produzenten Terry Melcher fallen gelassen. So sollte dieser auch sein Opfer werden.

Hollywood-Star Sharon Tate war ein Opfer der Sekte

Charles Manson schickte sein Killerkommando in der Nacht zum 9. August 1969 zur Villa von Melcher. Dieser hatte das Haus aber schon lange an Star-Regisseur Roman Polanski und seine zu dem Zeitpunkt hochschwangeren Frau Sharon Tate verkauft.

Während Polanski für Dreharbeiten in England war, war seine Frau zu Hause. Sie wurde von den Killern brutal ermordet, sie schmierten mit dem Blut der Schauspielerin „Pig“ an die Tür. Weitere Opfer, die sich ebenfalls in dem Haus aufhielten, waren Star-Friseur Jay Sebring, Schauspieler Wojtyck Frykowski, seine Freundin Abigail Folger und Steven Earl Parent, der den Hausmeister besucht hatte.

Auch in der nächsten Nacht folgten Morde. Manson wählte die Opfer willkürlich aus, um den Mord in der Tate-Villa als den Beginn von mehreren Ritualmorden erscheinen zu lassen. Erst nach drei Monaten wurden Charles und seine Anhänger verhaftet.

Am 29. März 1971 fiel in Los Angeles vor Gericht das Urteil gegen die Manson-Sekte. Aufgrund siebenfachen Mordes und einer Verabredung zum Mord wurden sie zum Tod in der Gaskammer verurteilt, später wurde das Urteil in lebenslange Haft umgewandelt.

Manson blieb bis zu seinem Tod am 19. November 2017 im Gefängnis. Er starb an Darmkrebs. Sharon Tate wurde gemeinsam mit ihrem ungeborenen Kind Paul Richard Polanski auf dem Holy Cross Cemetery im kalifornischen Culver City beigesetzt. Ihr Ehemann widmete ihr später seinen Film „Tess“. Der Vorspann endet mit den Worten „to Sharon“.