Seit 2008 gehört Schauspieler Mark Keller (61) als Dr. Alexander Kahnweiler fest zu „Der Bergdoktor“. Heute ist die Figur aus der ZDF-Serie kaum wegzudenken, doch der Start verlief ganz anders als viele Fans wohl vermuten würden. In Barbara Schönebergers (52) Podcast „Mit den Waffeln einer Frau“ erzählte der 61-Jährige, dass ihn das Drehbuch anfangs eher ratlos machte.

Mark Keller nahm die Rolle aus finanzieller Not an

Beim ersten Durchblättern fand er seine Figur kaum wieder und fragte sich, wie groß diese Rolle überhaupt sein sollte. Trotzdem ging er zum Casting und traf damit eine Entscheidung, die seine TV-Karriere stark prägen sollte. Der eigentliche Grund für seine Zusage war kein künstlerischer Traumjob, sondern Geldmangel.

„Es war in der Tat so, dass ich echt leider nichts hatte und die Rolle, die so klein war, nur angenommen habe, weil ich keine andere Möglichkeit hatte“, sagte Mark Keller laut t-online. Zuvor habe er seine Agentin irritiert gefragt, warum sein Name im Buch fast nirgends auftauche.

Gerade weil die Figur zunächst so klein wirkte, war seine Skepsis groß. Umso bemerkenswerter ist, dass ausgerechnet dieser eher pragmatische Einstieg später zu einer seiner populärsten Fernsehrollen wurde.

Dr. Kahnweilers Stimme entstand schon im Kinderzimmer

Besonders prägend wurde die markante, leicht näselnde Stimme von Dr. Kahnweiler. Die Idee dazu entstand jedoch nicht am Set, sondern viele Jahre früher zu Hause bei seinen Söhnen Joshua (30) und Aaron (22). Für sie erfand Keller Anfang der 2000er die Figur Shappulus und erzählte regelmäßig Gute-Nacht-Geschichten mit einer ganz eigenen Sprechweise.

Genau diese Stimme brachte er später mit zur Serie. Als er beim Vorsprechen anregte, den Doktor etwas anders anzulegen, öffnete das der Figur eine neue Richtung. So bekam Kahnweiler den Tonfall, der ihn bis heute so unverwechselbar macht.

Der Kultsatz überzeugte Hans Sigl und das Team

Um seine Idee zu zeigen, sprach Keller direkt den Satz vor, der später zu einem festen Erkennungsmerkmal wurde: „Martin, mein einziger Freund, gut, dass du da bist. Aber Vera macht Riesen-Probleme“, so Mark Keller laut tvspielfilm.de.

Das Team ließ den Vorschlag zu, ebenso Hans Sigl (57), der in der Serie Dr. Martin Gruber spielt. Für Keller war das ein wichtiger Moment, denn damit bekam die zunächst kleine Nebenfigur deutlich mehr Profil. Rückblickend verbindet er genau damit auch den großen Zuspruch des Publikums und seine eigene Freude an der Rolle.

Aus Shappulus wird nun ein Kinderbuch

Die Geschichte aus dem Kinderzimmer endet für Keller nicht bei der Serie. Aus Shappulus soll im September 2026 ein eigenes Kinderbuch werden, wie ksta.de berichtet. Damit wird aus einer privaten Familienidee nun ein öffentliches Projekt.

Der Schauspieler kann sich demnach sogar vorstellen, die Geschichte eines Tages verfilmen zu lassen. Parallel bleibt auch die Musik Teil seines Programms, zuletzt war er bei „Immer wieder sonntags“ zu Gast. So zeigt sich, dass hinter der Stimme von Dr. Kahnweiler weit mehr steckt als nur eine TV-Rolle.