Zum Tod von Schauspielerin Hayden Panettiere sind neue Informationen aus den laufenden Ermittlungen bekannt geworden. Nach Angaben aus dem Umfeld des Falls soll die 36-Jährige am Tag ihres Todes eine Oxycodon-Tablette eingenommen haben, die möglicherweise mit Fentanyl versetzt war.

Laut TMZ gehen mehrere Ermittler derzeit von genau diesem Szenario aus. Die toxikologischen Ergebnisse liegen dem Bericht zufolge aber noch nicht vor. Im Mittelpunkt steht damit weiter die Frage, welche Substanzen Panettiere kurz vor ihrem Tod tatsächlich im Körper hatte und woher die Medikamente stammten.

Hayden Panettiere soll Medikamente über Dealer bezogen haben

Nach dem Bericht soll die Schauspielerin seit längerer Zeit Kontakt zu einem Drogendealer in Los Angeles gehabt haben. Dieser habe ihr mehrere verschreibungspflichtige Medikamente auf dem Schwarzmarkt verkauft, darunter auch Oxycodon. Demnach soll sie bereits am Tag vor ihrem Tod auf dem Flug von Los Angeles nach South Carolina mehrere dieser Substanzen eingenommen haben. Am Morgen ihres Todes soll dann eine weitere Oxycodon-Tablette gefolgt sein. Genau diese Tablette gilt nach der aktuellen Arbeitsthese der Ermittler als mögliches Zentrum des Falls.

DEA untersucht Verbindung zwischen Los Angeles und South Carolina

Die US-Drogenbehörde DEA versucht nach den vorliegenden Informationen, den Kontakt zwischen Panettiere und dem mutmaßlichen Dealer nachzuzeichnen. Dabei wird geprüft, ob sich die möglicherweise tödliche Tablette zu dieser Person zurückverfolgen lässt. Die Ermittlungen laufen nicht nur in South Carolina, sondern auch in Los Angeles. Wie TMZ berichtet, befassen sich DEA-Beamte in beiden Regionen mit dem Fall. Eine Anklage im Zusammenhang mit ihrem Tod gibt es bislang nicht. Der Stand der Untersuchung hängt weiter von den ausstehenden toxikologischen Befunden ab.

Brian Hickerson übergab Einsatzkräften ihre Medikamente

Als Ersthelfer an dem Condo in South Carolina eintrafen, in dem die Schauspielerin mit ihrem Freund Brian Hickerson wohnte, soll er ihnen eine Tasche mit ihren verschriebenen Medikamenten übergeben haben. Nach den bisherigen Angaben könnte dieser Punkt für die weiteren Untersuchungen wichtig werden, falls sich darunter entsprechend verunreinigte Tabletten befanden.

Außerdem soll Hickerson einer nicht ansprechbaren Panettiere noch vor dem Eintreffen der Sanitäter Narcan verabreicht haben. Der Einsatz blieb ohne Erfolg. Zuvor war eine Freundin auf die leblose 36-Jährige gestoßen.

Ermittler ziehen Vergleich zum Fall Mac Miller

Im Bericht wird außerdem ein Vergleich zum Tod von Rapper Mac Miller gezogen. In dessen Fall wurde später ein Dealer verurteilt, der ihm unter anderem mit Fentanyl versetzte Drogen geliefert hatte. Auch im Fall der Schauspielerin richtet sich der Blick nun auf die Herkunft der Tablette, die sie am Morgen ihres Todes genommen haben soll. Fest steht bisher nur, dass die Behörden in South Carolina und Los Angeles weiter ermitteln. Ob sich die aktuelle Theorie bestätigt, soll erst die noch ausstehende Toxikologie zeigen.